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Nach Wolfsattacke bei pro mente-Einrichtung: „Krisen sind zum Glück ausgeblieben“

Mag. Claudia Greindl, 27.08.2025 09:00

SCHÖNAU. Nach dem vermutlich ein Wolf elf Schafe auf einer Weide der pro mente-Einrichtung Grubmühle gerissen hatte, ist bei den Klienten wieder Ruhe eingekehrt. Der DNA-Beweis für die Urheberschaft der Attacke ist noch ausständig.

Schafe (Foto: Kriechbaumer)
Schafe (Foto: Kriechbaumer)

„Unsere Klienten waren natürlich sehr bestürzt über den gewaltsamen Tod der Schafe, es hat viele Gespräche gegeben, psychische Krisen sind zum Glück ausgeblieben“, sagt Thomas Kriechbaumer, Regionalleiter der pro mente-Einrichtungen im Mühlviertel. In der Grubmühle sind neun Klienten mit psychosozialem Unterstützungsbedarf im teilbetreuten Wohnen untergebracht. Sie brauchen Hilfe im Alltag, beispielsweise bei der Lebensführung, bei der Strukturierung es Alltags und der gesellschaftlichen Teilhabe. Zu den fähigkeitsorientierten Aktivitäten, die hauptsächlich auf dem kleinen landwirtschaftlichen Betrieb stattfinden, kommen auch Klienten aus der näheren Umgebung.

Wegen der Hitze auf der Weide geblieben

Neben Hasen und Hühnern werden in der Grubmühle auch Schafe gehalten und von den Klienten versorgt. 24 Tiere waren es vor der mutmaßlichen Wolfsattacke. „Bei Dienstschluss des Betreuungspersonals sind die Schafe immer in den Stall gebracht worden“, weiß Thomas Kriechbaumer. Wegen der anhaltenden Hitze durften die Tiere jedoch ausnahmsweise über Nacht auf der Weide bleiben.

Am Morgen waren elf Schafe tot, ein weiteres fehlt bis dato.

Kein Abschuss gestattet

Bei der Begutachtung der Kadaver durch den Wolfsbeauftragten des Landes OÖ wurden DNA-Proben genommen, deren Auswertung bei Redaktionsschluss noch nicht vorlag. Eine Abschussgenehmigung durch die Behörde gemäß der OÖ. Wolfsmanagementverordnung gab es nicht, da der Weidezaun keinen ausreichenden Schutz geboten habe, um Wölfe an dessen Überwindung zu hindern.

Die Zahl der Schafe in der Grubmühle wird laut Thomas Kriechbaumer derzeit nicht wieder aufgestockt.


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