Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Fürs Sensenmähen braucht der Brawinkler (84) a guate Schneid’ und viel Leidenschaft 

Mag. Claudia Greindl, 25.03.2026 11:08

BAD ZELL. Das Sensenmähen, eine der ältesten Kulturtechniken der Menschheit, ist die große Passion von Johann Grillnberger vulgo Brawinkler. Das Geheimnis des 84-Jährigen: „A guate Schneid’“.

  1 / 2   „Mich reizt das Sensenmähen einfach so sehr“, sagt Johann Grillnberger vulgo Brawinkler. Daneben zählt er das Tarockspiel zu seinen Hobbies. „Nur mein Motorrad hab ich 2025 schweren Herzens verkauft“, erzählt der 84-Jährige. (Foto: Hermann Eletzhofer)

In früher Jugend hat Johann Grillnberger das Mähen mit der Sense von seinem Vater gelernt. „Das war gar nicht einfach“, erinnert er sich. „Aber oft war und ist es noch immer die einzige Möglichkeit, Hänge zu mähen. Und noch dazu eine umweltfreundliche“, fügt er hinzu. Mit der Zeit ist das Sensenmähen für Gillnberger zur Leidenschaft geworden. Kaum kann er es im Frühjahr erwarten, bis er das Sensenblatt wieder durch das frische Gras ziehen kann.

Scharf wie eine Rasierklinge

„A guate Schneid’ brauchst dafür, die Sense guat gedengelt und möglichst mit an feuchten Wetzstein gewetzt“, verrät der Brawinkler sein Geheimrezept. Mit einer Schneid’, so scharf wie eine Rasierklinge, lässt er auch bei Sensenmähwettbewerben der Landjugend, bei denen er als Gast mitmacht, manchen Jüngeren hinter sich. „Am meisten gefreut habe ich mich voriges Jahr über den Tagessieg beim Bezirkssensenmähen der Landjugend im Bezirk Perg. Dass ich das in meinem Alter noch geschafft habe, dafür sage ich ’Vergelt’s Gott’!“

Auch als Bewerter im Einsatz

Sein Können mit dem scharfen Sensenblatt hat dazu geführt, dass Johann Grillnberger als Bewerter bei Mähbewerben im Einsatz ist. „Ich bin gerne unter den Jungen und bewundere sie, dass sie beim Sensenmähen so einen Einsatz zeigen.“ Sein Rat für die junge Generation: Neben der guten Schneid’ ist es wichtig, sich die Kräfte einzuteilen. „Wenn die Sense nicht mehr gut schneidet, ist auch die Kraft weg.“

Ein gutes Blatt und Glück beim Tarock

Wenn Grillnbergers Sense Pause hat, spielt der 84-Jährige liebend gerne Tarock. „Das habe ich auch in der Jugend gelernt“, erzählt er. Gerne nimmt er an Turnieren teil. Oft hat er auch hier mit einem guten Blatt und ein wenig Glück Erfolg: Beim Preis-Tarock-Cup 2024/ 2025 in Königswiesen holte er den Gesamtsieg, heuer landete der Bad Zeller auf Rang 2.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden