Mühlviertler Kernland Ex-Geschäftsführerin verurteilt
FREISTADT. Ein Urteil gab es zur Anklage der ehemaligen Mühlviertler Kernland-Geschäftsführerin Donnerstag Vormittag, 13. August: Die 60-Jährige wurde am Landesgericht Linz rechtskräftig zu drei Jahren Haft verurteilt, dabei zu einem Jahr unbedingt und zwei Jahren bedingt auf Probezeit.

Der Geldbetrag, den die Angeklagte veruntreut haben soll, beläuft sich jedenfalls auf 650.000 Euro insgesamt. Aufgedeckt wurden die mutmaßlichen Taten 2024.
Sie habe einen Selbstbedienungsladen aus dem Verein gemacht, sagte der Staatsanwalt vor Gericht, so schreiben die Oberösterreichischen Nachrichten. Die 60-Jährige hatte Zugriff auf alle Bankkarten und die Handkasse des Vereins. Sie habe Bargeld aus der Kasse genommen, von den Konten abgehoben und auch immer wieder Geld auf private Konten überwiesen, heißt es in der Anklage.
„Enorme kriminelle Energie“
Der Privatbeteiligtenvertreter sprach der Angeklagten, wie auch schon der Staatsanwalt zuvor, eine enorme kriminelle Energie zu und verwies auf umfangreiche Ermittlungen. Die Verteidigerin gab zu, dass ihre Mandantin einen Fehler gemacht habe. Die Angeklagte selbst zeigte sich vor Gericht geständig, verlas eine Stellungnahme, in der sie unter anderem beschrieb, dass sie in eine Spirale gerutscht sei und sich Hilfe hätte suchen müssen. Sie übernehme die Verantwortung. Weitere Fragen wollte sie nicht beantworten, heißt es im Bericht der OÖN.
Das Verfahren gegen eine mitangeklagte nahe Verwandte wurde mittlerweile im Weg einer Diversion mit einer Probezeit von zwei Jahren vorläufig eingestellt, da diese den Schaden zur Gänze wiedergutgemacht hat.








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