Kaltenberg: Kleine Gemeinde, reges Leben
KALTENBERG. Mit 585 Einwohnern ist die Mühlviertler-Alm-Gemeinde die kleinste im Bezirk Freistadt. Zugleich ist sie durch viel Geselligkeit und eine starke Dorfgemeinschaft geprägt. Tips sprach mit Bürgermeister Alois Reithmayr (ÖVP).

Herr Bürgermeister, beim Bau des neuen Musikheims hat sich gezeigt, dass die Kaltenberger zusammenhalten. Was macht dieses Projekt so besonders?Reithmayr: Es ist ein sichtbares Zeichen für Gemeinschaft, Zusammenhalt und Verantwortung. Realisiert haben wir es mit viel Leidenschaft und dem Wunsch, dass Kultur auch in einer kleinen Gemeinde lebendig bleiben möge. Rund 8.000 Stunden freiwillige Arbeit beweisen den außergewöhnlichen Einsatz aller Beteiligten. Die Helfer und Firmenmitarbeiter wurden während der Bauzeit mit etwa 1.100 Mahlzeiten aus Kaltenberger Küchen versorgt. Zusätzlich haben die Bevölkerung und Unternehmer den Bau mit Spenden und Sponsoring kräftig unterstützt.
Die Vorfreude auf das neue Musikheim ist naturgemäß groß. Natürlich, unsere gut 50 Musikerinnen und Musiker fiebern der Eröffnung am 3. Oktober entgegen. Es ist ein sehr junger Klangkörper, die gute Nachwuchsarbeit im Musikverein macht sich bezahlt.
Viel freiwilliges Engagement gibt es derzeit auch in der Kirche.Ja, auch bei der aufwändigen Innensanierung unserer Pfarrkirche haben viele Kaltenberger freiwillig mitgeholfen, angefangen von den handwerklichen Arbeiten bis hin zur Verköstigung der Helfer. Die Arbeiten gehen nun schon dem Ende zu, der Eröffnungsgottesdienst findet am 25. Oktober statt.
Was hat Kaltenberg neben einem funktionierenden Gesellschafts- und Vereinsleben zu bieten?Wir verfügen über einige Parzellen Bauland für junge Familien, sowohl im Ortskern als auch in den Dörfern. Die Volksschule Kaltenberg wird im laufenden Schuljahr 2026/27 zweiklassig geführt. Für die folgenden Jahre wird es eine Kooperation Volksschule und Kindergarten mit der Marktgemeinde Unterweißenbach geben.
Was wünscht sich ein Bürgermeister für seine Gemeinde?Kaltenberg sehnt sich nach einem Wirt für den Kaltenbergerhof. Wir haben uns mit dem Urkraftdorf touristisch als Ausflugsziel mit viel Natur positioniert. Neben der Jausenstation Langoth, der Schnapsrast und dem Hofladen Thauerböck und dem Gästehaus Neubauer sollte es auch im Ortskern bald wieder ein Wirtshaus statt einen Leerstand geben.








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