„Du bist OK. Mach was draus.“ – Ein Buch von Oskar Kern über Mut, Zuversicht und das Leben
LIEBENAU. In seinem neuen Buch „Du bist OK. Mach was draus.“ erzählt der aus Liebenau stammende Oskar Kern in 15 persönlichen Geschichten von prägenden Erfahrungen, Begegnungen und Wendepunkten – von der Kindheit über das Stahlwerk und einen Feuerlauf bis zu den schweren Stunden rund um die Herzoperation seines Sohnes.

Kern verbindet dabei persönliche Erlebnisse mit Erkenntnissen über Familie, Freundschaft, Mut, Vertrauen, Krisen, Achtsamkeit und das Loslassen. Orte wie das Tannermoor, der Wallersee, der Teufelsgraben oder der Buchberg werden zu Ausgangspunkten für Geschichten über das, was im Leben wirklich zählt.
Sätze, die zum Lebensprinzip wurden
„Du bist OK“ – das ist für Oskar Kern zunächst ein Zuspruch: Man muss nicht perfekt sein, um in Ordnung zu sein. Man darf Kratzer, Narben und Umwege haben. „Mach was draus“ ist die Aufforderung, aus dem, was das Leben einem mitgibt, etwas zu gestalten. Beide Sätze kennt Kern aus seiner Kindheit in Liebenau, wo sie am Küchentisch seiner Eltern und Großmutter zum Lebensprinzip wurden. „Die Reihenfolge ist mir wichtig: zuerst der Zuspruch, dann die Aufforderung. Niemand wächst, weil man ihm sagt, was er alles nicht kann. Man wächst, wenn jemand an einen glaubt und einem dann auch etwas zutraut“, sagt Kern.
Wie ein Gespräch am Küchentisch
„Gerade jetzt hört man von allen Seiten, warum etwas nicht geht: die Zeiten, die Krisen, die anderen. Ich wollte ein Buch, das dagegenhält. Nicht mit Theorie, sondern mit wahren Geschichten“, sagt Kern, der bewusst keinen klassischen Ratgeber schrieb. Die Geschichten sollen vielmehr wie ein Gespräch am Küchentisch sein – getragen von den einfachen Sätzen, die er von Zuhause mitbekommen hat. „Nichts davon ist erfunden.“
Zwei prägende Haltungen
Besonders prägend waren für ihn zwei Haltungen: anzuklopfen und damit wirklich auf Menschen zuzugehen, sowie aus dem, was einem in den Weg gelegt wird, etwas zu machen. „Mein Vater hat gesagt: Wenn ich die Post nur in den Kasten steck, bin ich ein Postbote. Wenn ich anklopf, bin ich der Fritzl. - Das ist für mich bis heute der Unterschied zwischen Verwalten und Führen. Menschen spüren sofort, ob du ihnen nur etwas zustellst – eine Aufgabe, eine Zahl, eine Entscheidung – oder ob du sie wirklich meinst“, erklärt der Autor.
„Meine Mutter hat gesagt: Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen. - Genau so habe ich es daheim erlebt. Wenn bei uns etwas Schweres passiert ist, hat man sich der Situation gestellt und angenommen, was ist. Dann hat man die Aufgaben verteilt und einen kühlen Kopf behalten. Diese Haltung nehme ich in jede schwierige Situation im Beruf mit.“
„Anfänger-Sein“
Auch das bewusste „Anfänger-Sein“ spielt eine wichtige Rolle. Kern nimmt sich regelmäßig vor, Dinge zu tun, die er noch nie gemacht hat. Der Feuerlauf mit seiner Familie wird dabei zum Sinnbild: Nicht blind durch eine Herausforderung sprinten, sondern sich bewusst entscheiden und Schritt für Schritt achtsam vorangehen. Eine Haltung, die er auch seinen Kindern vorleben möchte.
Herzfehler des Sohnes
Besonders eindrücklich ist die Geschichte seines Sohnes Stefan. Ausgerechnet am Tag, an dem der Bau des eigenen Hauses beginnen sollte, wurde bei einer Routineuntersuchung ein schwerer angeborener Herzfehler festgestellt. Die Erfahrung veränderte Kerns Blick auf Prioritäten und lehrte ihn, zwischen den vielen kleinen Entscheidungen des Alltags und den wenigen wirklich großen zu unterscheiden.
Spende für Herzkinder
„Dieser Moment war so überraschend brutal, dass er in einer Sekunde gezeigt hat, wo die wirklichen Prioritäten liegen. Und sie lehrt Dankbarkeit. Als die Operation geglückt war, haben unfassbares Glück empfunden: Uns wurde keine schwere Operation aufgezwungen, uns wurde ein gesundes Kind wieder geschenkt.“ Heute unterstützt Kern deshalb mit seinem Buch auch Herzkinder Österreich.
„Mensch bleiben“
Der dritte Akt des Buches trägt den Titel „Mensch bleiben“. Für Kern bedeutet das vor allem Achtsamkeit – gegenüber anderen ebenso wie gegenüber sich selbst. Familie bezeichnet er als die größte Lebensversicherung: Eingezahlt wird dort nicht mit Geld, sondern mit Vertrauen, Engagement, Aufmerksamkeit und Liebe.
Zurück an den Küchentisch
Beim Schreiben selbst entdeckte Kern eine verbindende Erkenntnis. Ganz gleich, ob er vom Feuerlauf, einem Shaolinmönch auf La Gomera oder den Stunden vor einem Operationssaal erzählt – fast alle Wege führen zurück an den Küchentisch in Liebenau. Dort liegen für ihn die eigentlichen Wurzeln seines Lebens und seiner Haltung.
Frage der Haltung
Die zentrale Botschaft des Buches fasst Kern so zusammen: „Zuversicht ist keine Frage der Umstände, sondern der Haltung.“ Ergänzt werden die 15 Geschichten durch 15 Fragen und den „OK-Impulskompass“, der Leser dazu einlädt, den eigenen Standort und die persönlichen Ziele zu reflektieren.
Positive Gedanken senden
Über einen QR-Code im Buch können außerdem kostenlos und ohne Registrierung positive Gedanken und persönliche Impulse an andere Menschen verschickt werden. “Das würde mich sehr freuen, wenn wir alle zusammenhalten, dass wieder gute Gedanken, ein Lächeln und positives verbreitet wird. Die Umstände kann man sich selten aussuchen. Den Tag, an dem ein Arzt eine Diagnose ausspricht, genauso wenig wie die Hitze der Glut. Aber wie man hindurchgeht, das entscheidet man selbst.
Oskar Kern ist in Liebenau im Mühlviertel als Sohn zweier Landbriefträger aufgewachsen. Heute ist er Mitglied der Geschäftsleitung eines großen österreichischen Traditionsunternehmens, Keynote-Speaker und Gründer der Zukunftswerkstatt „Impulsloft am Wallersee“. Nach „Briefträgerkind“ ist „Du bist OK. Mach was draus.“ sein zweites Buch. Das Buch kann auch auf der Homepage und unter Herzbuch.com gekauft werden - dort sind auch die Herzkinderpakete verfügbar. Tips verlost 3x das Buch.








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