Pilotprojekt: Umgang mit betagten Menschen gelernt
FREISTADT. 25 Validationassistenten feierten ihren Abschluss. Die Validation ist eine Kommunikationsmethode, die dem alten Menschen auf seinem letzten Lebensweg mit wertschätzender Grundhaltung begegnet.

Mit Hilfe ausgesuchter verbaler und nonverbaler Techniken können die hochbetagten Menschen unterstützt werden, Lebensthemen neu zu betrachten. Was tun, wenn die Bewohner nach Hause wollen, weil ihre Kinder auf sie warten?Was tun, wenn die Arbeit im Stall auf sie oder ihn wartet? Diese Themen begleiten den Alltag in den Heimen. Die Validation gibt Hilfestellungen, diese Bedürfnisse des alten desorientierten Menschen zu erkennen. „Nicht lügen, nicht ablenken, sondern auf die Gefühle der alten Menschen einzugehen, sie in ihrer Welt wahrzunehmen und zu begleiten - das ist die Kunst der Validation“, betont Hildegard Nachum, die diesen Kurs geleitet hat.
Veranstaltet wurde diese Ausbildung, die in dieser Form ein Pilotprojekt in ganz Österreich ist, vom Samariterbund Linz. Referenten waren Hildegard Nachum, zertifizierte Validationslehrerin nach Naomi Feil und Margit Wimberger als wissenschaftliche Leiterin. 16 Teilnehmer aus dem Bezirksseniorenheim Freistadt, acht aus dem Seniorenheim Lasberg und eine Teilnehmerin aus der Tagesstätte lernten in sehr praxisbezogenen Sequenzen den wertschätzenden Umgang mit Menschen mit Demenz. Praktikumsberichte und Protokolle halfen den Absolventen auf dieser beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung. Die Validation als Kommunikationsmethode im Umgang mit Menschen mit Demenz gibt dem Pflegepersonal Hilfsmittel, um die Begegnungen mit dem Alten Suchenden stressfreier und wertschätzender zu gestalten.


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