Update: Stadtmarketing-hick-hack - Clemens Poißl meldet sich zu Wort
FREISTADT. Noch immer gibt es Unstimmigkeiten zwischen den Parteien im Gemeinderat und den beteiligten Mitglieder im Stadtmarketing-Beirat bezüglich der Zukunft des Stadtmarketings. Für die Braucommune sei aufgrund der sich veränderten Umstände eine weitere Zusammenarbeit mit der FKG/dem Stadtmarketing nicht mehr möglich. Ewald Pöschko beantragt daher einen ehestmöglichen Ausstieg, auch deshalb weil laut Pöschko die Geldgeber des Stadtmarketings über die Anträge der Parteien in der Sondergemeinderatssitzung nicht informiert wurden.

In einer gemeinsamen Stellungnahme der Freistädter Mehrparteienallianz (Grüne, FPÖ, SPÖ und Bürgerliste WIFF) heißt es dazu: „Wir halten fest, dass der Fortbestand des Stadtmarketings auch ohne Braucommune angestrebt und dadurch die Abhängigkeit von einem einzigen Wirtschaftsbetrieb ausgeblendet wird. Ziel ist die Stärkung der gesamten Stadt, Wirtschaft und Region.“
„Keine weiteren Zahlungen“
In einem Brief an den Stadtmarketing Beirat spricht sich Ewald Pöschko gegen die Wiedereinstellung der Stadtmanagerin Bettina Braumann aus. „Marketing Berater Herr Murauer von der CIMA hat eindringlich davor gewarnt, diesen Schritt zu gehen. Vom Gemeinderat jedoch wurden diese klaren Aussagen allesamt ignoriert“, schreibt Pöschko und betont: „Die Braucommune ist parteipolitisch neutral und wird es auch immer bleiben. Wenn die Braucommune nun als Dank für eine jährliche Sende in der Höhe von 60.000 Euro in einer Pressekonferenz als ÖVP nahestehende Firma bezeichnet wird, dann haben einige Personen/Parteien noch nicht verstanden, worum es hier eigentlich geht. Jedenfalls haben wir es nicht not, dafür auch noch öffentlich verunglimpft zu werden.“ Der von der Brauerei geleistete Beitrag in der Höhe von 30.000 Euro sieht Pöschko als verlorenen Beitrag, weitere Zahlungen werden aber nicht mehr folgen.
Weisungsfreies, professionelles Stadtmarketing gefordert
In der Stellungnahme der Mehrparteienallianz heißt es dazu: „Die Parteienallianz von Grünen, FPÖ, SPÖ und Bürgerliste WIFF bekennt sich zu einem weisungsfreien professionellen Stadtmarketing und hat diesen Weg auch nicht verlassen! Es müssen jedoch die Rahmenbedingungen dafür verbessert werden. Dazu werden auch weiterhin konstruktive Gespräche und Partner gesucht und angesprochen! Wir weisen persönliche Angriffe, Unwahrheiten oder unterstellende Behauptungen von ÖVP-Vertretern und der Braucommune auf das Schärfste zurück und fordern diese auf, wieder auf den Boden der Sachlichkeit und wertschätzenden Gespräche zurückzukehren. Abschließend halten wir fest, dass demokratiepolitische Mehrheitsentscheidungen ohne Bürgermeisterpartei auch in Freistadt nicht „politisch kriminalisiert“ werden dürfen, sondern umzusetzen sind! Eine neue Form der politischen Kultur und des korrekten respektvollen Umganges soll verstärkt gelebt werden, um unsere Stadt nach vorne zu bringen!“
Unverständnis über oppositionelle Stadtmarketing-Idee
Kopfschütteln lösen die oppositionellen Ideen für ein neues Stadtmarketing bei Wirtschaftsstadtrat Clemens Poißl aus. Denn Vertreter der Oppositionsparteien haben, nachdem sie die Braucommune Freistadt als Hauptsponsor vertrieben haben, gemeint, ein künftiges Stadtmarketing käme ohne die Brauerei aus. „Freistadt positioniert sich als mittelalterliche Brau- und Erlebnisstadt. Wer glaubt, da ohne Braucommune auszukommen, hat ganz offensichtlich keine Ahnung von Tourismus und Marketing“, sagt Poißl. Und weiter: „Den Schaden, den die Opposition durch ihre unüberlegten Aktionen unserer Stadt zufügt, ist noch gar nicht zu ermessen. Ich hoffe, dass bald die Vernunft siegen wird und wieder gemeinsames Arbeiten für Freistadt im Vordergrund stehen wird“, schließt Stadtrat Clemens Poißl.


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