Michael Lindner (SPÖ): "Die Ibiza-Affäre hat Österreich in eine tiefe Staatskrise gestürzt"
BEZIRK FREISTADT. „Diese Aktion hat Österreich in eine tiefe Staatskrise gestürzt“, macht sich SPÖ-Bezirksparteivorsitzender LAbg. Michael Lindner aus Kefermarkt nach der „Ibiza-Affäre“ Sorgen.

Tips:Ihre Reaktion, als Sie vom Video gehört haben?
Michael Lindner: Ich war erschrocken, richtiggehend angeekelt, und kann es nicht fassen, wie ein Politiker aus Eigennutz so agieren kann. Schadenfreude empfinde ich nicht, vielmehr mache ich mir Sorgen. Denn diese Aktion hat Österreich in eine tiefe Staatskrise gestürzt. Der Rücktritt Straches war die einzige logische Konsequenz. Nicht verstanden habe ich das Zögern von Bundeskanzler Kurz, dass er den Rücktritt Straches abgewartet hat. Kurz hätten dem Bundespräsidenten noch am Freitagabend, gleich nach Bekanntwerden des Videos, Neuwahlen vorschlagen müssen, um einen neuen Boden im Parlament zu legen.
Tips:Die SPÖ bekommt unverhofft zwei Jahre früher als erwartet eine neue Chance zur Regierungsbeteiligung. Ist die Partei für den Wahlkampf gerüstet und wie kennen Sie SPÖ-Spitzenkandidatin Pamela Rendi-Wagner?
Michael Lindner: Pamela Rendi-Wagner ist eine zielstrebige, soziale, toughe Poltikerin mit Weitblick, die sehr gut mit Menschen umgehen kann. Sie ist eine sehr gute Wahlkämpferin und die ideale Spitzenkandidatin.
Tips:Was bedeuten Neuwahlen für Sie persönlich und politisch?
Michael Lindner: Einen kürzeren Sommerurlaub, mehr Wahlkampf. Das Wichtigste ist es jetzt aber, dass es bis zu den Neuwahlen im Herbst eine regierungsfähige Regierung gibt. Ich freue mich, dass die SPÖ eine neue Chance zur Regierungsbeteiligung bekommt und freue mich schon auf die Bürgerkontakte im Wahlkampf.


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