Fridays for Future: Erster Klimastreik in Freistadt
FREISTADT. Auf Initiative der 3D-Klasse des Gymnasiums Freistadt wurde am vergangenen Freitag in Freistadt erstmals ein „Friday for Future“ abgehalten. Rund 100 Schüler aus verschiedenen Schulen nahmen daran teil.

„Wir haben im Unterricht über Umweltpolitik gesprochen und daraufhin mit unseren Freunden über den Klimawandel diskutiert. Wir finden, dass die Politik viel zu wenig für gerechte Umwelt- und Klimapolitik macht“, so die 13-jährigen Initiatorinnen der 3D-Klasse, Flora May-Prammer und Cynthia Kiesenhofer. „Wir freuen uns, dass bei unserem sehr spontan organisierten Klimastreik rund 100 Schüler mitgemacht haben und mit uns ein starkes Zeichen für Klimagerechtigkeit gesetzt haben.“
Keine Entschuldigung für Fernbleiben der Schule
Offiziell wurde dieser Streik von Seiten der Schule nicht entschuldigt, da laut Erlass der Bildungsdirektion vom März das Fernbleiben aufgrund des Klimastreiks unentschuldbar ist. Der Schulsprecher des Gymnasiums Freistadt Sebastian Merten sieht diesen Erlass sehr kritisch: „Ich finde, dass Schüler bei so einem Streik das Bewusstsein bekommen, dass wir die letzte Generation sind, die eine Klimakatastrophe verhindern können. Deswegen sollte man seitens des Ministeriums bzw. der Bildungsdirektionen nicht mit unentschuldbaren Stunden und in weiterer Folge mit rechtlichen Konsequenzen, also einer Verhaltensnote drohen. Zum Glück gibt es viele Lehrer an unserer Schule, die auf unserer Seite sind und uns in unserem Tun bestärken!“
Im September sollen weitere Streiks folgen
Die „Fridays for Future“-Bewegung in Freistadt ist zwar erst im Entstehen und Wachsen, aber die Initiatoren sind sich einig, dass sie im September ab Schulanfang mit den Klimastreiks weitermachen wollen und diese dann noch größer aufgezogen werden sollen. „Ich finde es super, dass sich in Freistadt auch eine ,Fridays for Future“-Bewegung organisiert hat“, zeigte sich Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer begeistert. „Ich möchte mit diesen jungen und engagierten Leuten Gespräche führen und sie in Projekte der Stadtgemeinde einbinden.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden