Hochwasser-Schutz: Neues Retentionsbecken im Norden von Freistadt
FREISTADT. Das Rückhaltebecken Hammerleithen steht kurz vor der Umsetzung.

Vor einigen Jahren ließ die Gemeinde ein Maßnahmenkonzept für den lokalen Hochwasserschutz in Freistadt erarbeiten. Das Konzept sieht drei Retentionsbecken vor, die bei Starkregen die Abflussspitzen in die Feldaist vermindern und so zum Schutz der weiter unten liegenden Siedlungen beitragen.
Fünfmal so groß wie das Freibad
Eines dieser Becken steht nach langen Verhandlungen nun kurz vor der Umsetzung: das Rückhaltebecken Hammerleithen. Es ist westlich des sogenannten Hammerleithenweges situiert und hat ein Fassungsvermögen von 4.160 m³. Zum Vergleich: Das große Sportbecken im Freistädter Freibad fasst rund 800 m³ Wasser, würde also fünf Mal darin Platz finden. Das geplante Rückhaltebecken nützt die im Verlauf des Hammerleithenbaches bestehende Senke und braucht als östlichen Abschluss einen Damm, der durch Begrünung und Bepflanzung als natürlicher Damm in Erscheinung treten wird.
Baubeginn Winter 2019/20 möglich
Errichtet wird das Retentionsbecken durch den Gewässerbezirk. Die wasserrechtliche Verhandlung hat bereits stattgefunden, ein Baubeginn im Winter 2019/20 ist denkbar. Die prognostizierten Gesamtkosten liegen bei 250.000 Euro. In der letzten Sitzung hat der Freistädter Gemeinderat einstimmig eine Finanzierungsvereinbarung mit der Asfinag beschlossen. Diese beteiligt sich mit 70.000 Euro an den Errichtungskosten und darf im Gegenzug Oberflächenwässer eines Wirtschaftsweges, der in Zusammenhang mit der S10 errichtet wurde, in das Rückhaltebecken einleiten.
Die übrige Finanzierung gestaltet sich wie folgt: 45-50 Prozent zahlt der Bund, 40 Prozent das Land OÖ, 10-15 Prozent die Gemeinde. In der letzten Sitzung des Stadtrates wurde der Planungsauftrag für das nächste Hochwasserschutz-Projekt beschlossen: das Rückhaltebecken beim Russenfriedhof.


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