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FREISTADT. Der Energiebezirk Freistadt (EBF) hatte als eine der ersten öffentlichen Gruppen die Möglichkeit, das Wasserstoff-Projekt „H2Future“ zu besichtigen. Neben der Demo-Anlage wurde auch der Kraftwerkspark der voestalpine besichtigt. 

Im Rahmen der Exkursion wurde die neue Wasserstoffanlage sowie der Kraftwerkspark besichtigt. Foto: Klepatsch

„Unsere Energieversorgung wird sich in den nächsten Jahrzehnten einem radikalen Wandel unterziehen. CO2-Emissionen müssen nicht nur bei den Endverbrauchern eingespart werden, sondern auch in der Industrie“, sind sich die Mitglieder des EBF sicher. H2Future ist ein Pionierprojekt, um grünen Wasserstoff aus Strom von erneuerbaren Energien zu erzeugen. Ein Konsortium aus Siemens, Verbund, APG und der voestalpine setzen in dem EU-geförderten Projekt eine Pilotanlage um, die aus erneuerbarem Strom Wasserstoff produziert. Dieser könnte in den nächsten Jahrzehnten Koks in der Stahlproduktion ersetzen und weitere industrielle Prozesse nachhaltiger gestalten.

Dimension der Herausforderung bewusst geworden

Der EBF-Vorstand sowie die Mitarbeiter von EBF und Helios Sonnenstrom GmbH zeigten sich von der neuen Technologie und dem Kraftwerkspark fasziniert, obgleich die Dimension der Herausforderung zur Einsparung von CO2-Emissionen wiederum bewusst wurde. „Um grünen Wasserstoff für die Industrie produzieren zu können, brauchen wir einen starken Ausbau bei den erneuerbaren Energien“, sagt Norbert Miesenberger, Geschäftsführer des EBF. „Für die Individualmobilität sollten wir daher den Strom direkt in Elektroautos nutzen.“

Die Wasserstoff-Anlage des Projektes hat eine Leistung von sechs MW, was ungefähr der Hälfte der installierten Leistung des PV-Bürgerbeteiligungskraftwerks der Helios Sonnenstrom GmbH entspricht. EBF-Obmann Klepatsch fügt an: „Technologie wird nicht alle Herausforderungen lösen können, die uns durch den Klimawandel bevorstehen. Vielmehr ist es notwendig, dass jeder seinen eigenen Lebensstil überdenkt und klimafreundliche Handlungen setzt.“


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