Impfpflicht: Betriebsräte befürchten Pflege-Kollaps in den Seniorenheimen

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Mag. Susanne  Überegger Online Redaktion, 03.12.2021 08:38 Uhr

BEZIRK FREISTADT. Die Betriebsräte der Sozialhilfeverband Freistadt Heime (SHV) befürchten, dass viele Mitarbeiter die Impfpflicht nicht mittragen werden und es deshalb zu einem Pflege-Kollaps in den Heimen kommen wird. Sie richteten einen entsprechenden Brief an diverse Politiker auf Gemeinde-, Landes- und Bundesebene sowie an SHV Freistadt-Obfrau Bezirkshauptfrau Andrea Außerweger.

 „Sollte die Impfpflicht kommen, muss Ihnen bewusst sein, dass viele Mitarbeiter in den Bezirksseniorenheimen des Sozialhilfeverbandes Freistadt dies nicht mittragen werden“, heißt es in dem Brief, den die Betriebsräte der SHV Freistadt Heime (Freistadt, Pregarten, Unterweißenbach) unterzeichnet haben.

„3G Regel beibehalten“

Sie kritisieren, dass die 2G-Regel bereits jetzt massiven Druck auf ungeimpftes Personal erzeuge. „Eine gute Option ist die bewährte 3G Regel mit Anerkennung der Antikörpertests“, schlagen die Schreiber des Briefes vor, den sämtliche Landtagsabgeordnete aller Parteien im Bezirk, die Landesregierung sowie die betroffenen Bürgermeister erhalten haben.

„Schon vor Corona herrschte ein akuter Fachkräftemangel in der Pflege. Neue belastende Maßnahmen für die Pflege sind nicht mehr vertretbar. Wird die Impfpflicht durchgesetzt, werden auch Sie mit den Konsequenzen umgehen müssen. Dies wird sein, dass viele Mitarbeiter den Dienst nicht mehr antreten können und es kommt unweigerlich zu einem Kollaps in den Heimen. Diesen wiederum haben Sie zu verantworten“, so die Betriebsräte der SHV Freistadt-Heime.

Peter Handlos (FPÖ): „Diesen Hilferuf Ernst nehmen“

Einer der Adressaten des Briefs ist LABg. Peter Handlos (FPÖ) aus Tragwein. Er dankt den „mutigen Pflegekräften für diesen Hilferuf“ und fordert seine Kollegen in der Politik auf, diesen unbedingt Ernst zu nehmen. „Auch ohne Corona und der Impfpflichtdiskussion gibt es im Pflegebereich vermehrt Personalprobleme. Hier bewusst weiteres Personal aufs Spiel zu setzen, halte ich für verantwortungslos“, so Peter Handlos.

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