Neues Outfit und mehr Sicherheit für elf Bahnhöfe entlang der Summerauerbahn-Strecke
BEZIRKE URFAHR-UMGEBUNG/PERG/FREISTADT. Rund 75,7 Millionen Euro haben die ÖBB und das Land OÖ seit 2017 in die Modernisierung von elf Bahnhöfen entlang der 61 Kilometer langen Summerauerbahn-Strecke investiert. Der Schwerpunkt lag auf Barrierefreiheit, mehr Sicherheit und moderne Kundeninformation. Erwartet wird, dass dadurch künftig noch mehr Fahrgäste zum Umstieg auf die Bahn bewegt werden können.

Am Bahnhof Wartberg-Gaisbach wurde Mittwoch Vormittag in einem Festakt der Abschluss der Bauarbeiten gefeiert. Judith Engel, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG, und Infrastrukturlandesrat Günter Steinkellner (FPÖ) zeigten sich stolz darauf, die Modernisierungsoffensive entlang der Summerauerstrecke symbolisch abschließen zu können. Beide betonten, dass die Strecke sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr, auch grenzüberschreitend nach Tschechien, noch viele Möglichkeiten berge.
Von Pulgarn bis Freistadt und Summerau
Die Erneuerung der elf Bahnhöfe erfolgte im Rahmen des Oberösterreich-Pakets zur Attraktivierung der Infrastruktur. Der Zeitplan: Kefermarkt und Pulgarn (2018), Gaisbach-Wartberg, St. Georgen an der Gusen Ort (2020), Steyregg, Katsdorf, Lungitz (2021) sowie St. Georgen an der Gusen und Lasberg (2022). Die Bahnhöfe in Freistadt und Summerau (beide 2023) bildeten den Abschluss.
Die Maßnahmen
Die Bahnsteige wurden durchgängig auf eine Kantenhöhe von 55 Zentimeter angehoben, um stufenloses Einsteigen in moderne Nahverkehrszüge zu ermöglichen. Die Kunden gelangen barrierefrei zu den Zügen. Neue Monitore am Bahnsteig informieren Reisende zukünftig in Echtzeit über Abfahrtszeiten. Weiters wurden mehrere Kilometer Gleise erneuert. Zu guter Letzt wird in Katsdorf und Lungitz noch das Areal rund um den Bahnhof adaptiert. 2024 wird am Bahnhof Lungitz eine Park&Ride-Anlage errichtet. Außerdem ist eine Erweiterung der P&R-Anlage in Pregarten geplant.
Steinkellner: „160 bis 200 km/h muss Realität werden!“
Landesrat Günther Steinkellner freute sich, „dass die größte Schieneninfrastrukturoffensive in der Geschichte des Landes OÖ zahlreiche Verbesserungen für das Mühlviertel und die Pendler in den Linzer Zentralraum bietet.“ Nach diesem Grundstein für die Modernisierung der Summmerauerstrecke will er sich bei der zuständigen Ministerin Leonore Gewessler entschlossen für eine Neutrassierung der Strecke einsetzen, um eine Aufnahme in die Transueropäischen Verkehrsnetze (TEN-V) zu erreichen. „Eine Fahgeschwindigkeit von 160 bis 200 Stundenkilometern auf der Verbindung Linz-Prag muss Realität werden“, so der Landespolitiker.


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