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WKO Freistadt setzt auf Optimismus und positive regionale Standortentwicklung

Regina Wiesinger, 09.01.2026 11:04

FREISTADT. Österreichs Wirtschaft kämpft mit schwachem Wachstum, hoher Inflation und dem Verlust der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, angetrieben durch hohe Energiepreise, Lohnkosten und Bürokratie. Die Zeiten sind momentan alles andere als einfach. Dennoch blickt Christian Naderer, Obmann der WKO Freistadt, mit Optimismus in die Zukunft. 

Christian Naderer und Thomas Denk (Foto: Roman Gutenthaler)
Christian Naderer und Thomas Denk (Foto: Roman Gutenthaler)

Das Wirtschaftsforschungsinstitut prognostiziert für Österreich eine schrittweise Erholung. Für 2026 wird ein Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent erwartet. Davon soll auch der Bezirk Freistadt profitieren. „Die Wirtschaft im Bezirk Freistadt zeigt sich nach wie vor als äußerst stabil und krisenfest“, betont WKO-Obmann Christian Naderer. Trotz der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage sei die Stimmung unter den regionalen Betrieben überraschend gut. Als Stärke nennt Naderer die Struktur mit vielen kleinen und mittelgroßen Familienunternehmen, die als „bodenständig und zuverlässig“ gelten.

Niedrige Arbeitslosigkeit als Standortvorteil

Besonders positiv entwickelt sich der Arbeitsmarkt. Mit einer Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent liegt der Bezirk Freistadt Anfang Jänner 2026 unter den Top fünf österreichweit. Im Vorjahr waren es noch 4,0 Prozent. Auch WKO-Leiter Thomas Denk sieht den Standort gut aufgestellt: „Trotz fünf wirtschaftlich sehr herausfordernder Jahre gibt es in unserem Bezirk immer noch erfreuliche Wirtschaftsdaten.“

Schwerpunkte Fachkräfte und Infrastruktur

Ein zentraler Fokus bleibt die Sicherung von Fachkräften und Lehrlingen. Mit 265 Lehrbetrieben und 746 Lehrlingen zählt Freistadt zu den führenden Ausbildungsbezirken im Mühlviertel. Zusätzlich setzt die Wirtschaftskammer auf Investitionen in Infrastruktur. Große Bedeutung misst Naderer dem Ausbau der Verkehrswege bei. Die S10 habe bereits starke Impulse gebracht, zudem sei der rasche Ausbau der Summerauerbahn dringend notwendig, um Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern.


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