Skigebiet Forsteralm ist gerettet
GAFLENZ/WAIDHOFEN. Ohne moderne Beschneiungsanlage wäre das Skigebiet Forsteralm im Grenzgebiet zwischen Ober- und Niederösterreich schon bald Geschichte. Die Großinvestition kann nun aber auch dank einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne getätigt werden.

Mindestens 1,2 Millionen Euro kostet eine moderne Beschneiungsanlage. Um die Investition gemeinsam mit der öffentlichen Hand stemmen zu können, ist Ende April eine Crowdfunding-Aktion gestartet worden. Bereits vor dem offiziellen Ende am 1. Juli ist das angepeilte Ziel am Donnerstag erreicht worden. 300.000 Euro wurden eingesammelt.
Ehrgeiziges Ziel
Für die letzten Meter haben sich die Forsteralm-Verantwortlichen ein neues, ehrgeiziges Ziel gesetzt. „Jetzt wollen wir die 400.000 Euro-Marke schaffen. Auch die Zahl der Unterstützer – insbesondere der kleineren Spender – soll weiter steigen. Denn dann ist das Signal aus der Bevölkerung für den langfristigen Erhalt der Forsteralm noch stärker“, betont Kampagnenleiter Thomas Wagner.
Mit 20 Euro dabei
Gelingen soll das starke Finish auch durch die Verlosung eines hochwertigen Mountainbikes unter allen Crowdfunding-Unterstützern. „Ab einer Unterstützung von 20 Euro hat man die Chance, das Rad im Wert von 1.690 Euro zu gewinnen. Auf jeden Unterstützer warten attraktive Belohnungen. Einfach unter www.forsteralm.com einloggen und das Projekt unterstützen“, so Wagner.
Großsponsoren an Board
Die Crowdfunding-Kampagne „Schifoan dahoam. Die Forsteralm braucht dich. Jetzt“ legte am 28. April mit einem Feuerwerk los. Innerhalb weniger Stunden kamen mehr als 90.000 Euro zusammen. Großsponsoren wie Raiffeisen oder die Wärmetechnische Gesellschaft NÖ halfen ebenso mit wie Familien, deren Kinder das Skifahren im beliebten Familienskigebiet erlernt haben. „Das Besondere an diesem Projekt war von Beginn an die Zusammenarbeit über die Ländergrenzen hinweg. Wir sind uns sicher, dass wir bis zum 1. Juli gemeinsam noch einiges bewegen können“, betonen die beiden Nationalratsabgeordneten Andreas Hanger (NÖ) und Johann Singer (OÖ).
Über 80 Botschafter
Mehr als 80 Botschafter sind im Ybbs- und Ennstal auf Achse, um die Werbetrommel für das Projekt zu rühren. Ziel war es, mindestens 300.000 Euro auf die Beine zu stellen, um die ca. 1,2 Millionen Euro schwere Investition gemeinsam mit der öffentlichen Hand heben zu können. „Jeder Euro, den wir jetzt noch sammeln, hilft uns, die Beschneiungsanlage besser und nachhaltiger dimensionieren zu können“, so die beiden Abgeordneten.
Früherer Saisonstart möglich
Dass eine moderne Beschneiungsanlage den Winterbetrieb auf der Forsteralm nachhaltig absichert, betont Planer Wolfgang Voglauer: „Die Hauptinvestitionen betreffen die Erneuerung der Schneileitungen sowie den Ausbau der Kühltürme. Dann wird es gelingen, innerhalb von 72 Stunden den Bereich rund um den Vierersessellift zu beschneien. Ein früherer Saisonstart wird dadurch möglich.“


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