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Das Mühlviertel und Südböhmen kennt er wie seine Westentasche, er selbst ist überall bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund: Der Heimatforscher und Schriftsteller Otto Milfait widmet sich auch mit 90 Jahren noch mit Leidenschaft der Geschichte seiner Heimat.

Edith und Otto Milfait: Wenn nicht gerade eine Feier zu seinem 90er ansteht, widmet sich der Jubilar mit ungetrübter Passion seiner Heimat, dem Mühlviertel. Foto: Mayrhofer

Ein bisschen ruhiger geht es der Gallneukirchner Ehrenringträger schon an, aber ganz sein lassen kann er das Forschen, Schreiben und vor allem das Sammeln historischer Gegenstände auch mit 90 Lenzen nicht. Schon im Morgengrauen trifft man ihn auf beinahe jedem Flohmarkt im Mühlviertel. „Ich fahre selbst mit dem Auto, nur über die Donau nicht mehr“, schmunzelt der Jubilar, der seine aktive Berufslaufbahn als Zollwachebeamter im Bezirk Rohrbach verbracht hat. In der Region ist der Konsulent der OÖ Landesregierung für Volksbildung und Heimatpflege durch viele heimatgeschichtliche Publikationen bekannt, so über die Erforschung der Schalensteine im Mühlviertel und in Südböhmen. Die Reihe „Das Mühlviertel – Sprache, Brauch und Spruch“ ist auf fünf Bände gediehen, der sechste Band soll in wenigen Wochen erscheinen. Im Sachbuch „Verehrung von Quelle und Baum im Mühlviertel“ geht Milfait in die Vorzeit zurück. „Das Mühlviertel um 1900“ präsentiert der Heimatforscher, der auch die Mühlen im Tal der Großen Gusen dokumentiert hat, in einem Bildband anhand zufällig entdeckter Farbdias. Und im Band „Von Menschen und Grenzen“, in dem der Autor seine Erlebnisse als Zollwachenbeamter schildert, kommt auch der Humor nicht zu kurz. Ein großer Teil seiner umfassenden Sammlung alter Geräte, Werkzeuge, Apparate und Maschinen ist als Leihgabe im Freilichtmuseum im Mühlendorf Hayrl in Reichenthal zu sehen.


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