Maibaum als Protest: Menschlichkeit vor Finanzwirtschaft
GALLNEUKIRCHEN. „Wir stellen einen Baum auf!“ - unter diesem Titel erhoben zum 1.Mai Attac-Mitglieder am Marktplatz Protest dagegen, dass Finanzwirtschaft vor Menschlichkeit geht.

„Schätzungsweise 25 Milliarden Euro gehen dem Staat Österreich jährlich durch Steuerflucht verloren. 10,3 Milliarden kostete den Staat bislang die Bankenrettung, ein Ende ist noch nicht abzusehen. Aber mit nur einer einzigen Milliarde können wir in Österreich 100.000 Menschen menschenwürdig versorgen““, erklärten die Sprecher Martin Danner und Barbara Atzlesberger. Um den Größenvergleich bildlich zu zeigen, wurde am Marktplatz neben dem traditionellen Maibaum ein kleines zweites Maibäumchen aufgestellt. Der Vergleich soll zeigen: Wenn der Maibaum etwa 25 Meter hoch ist, und die Verluste durch Steuerflucht 25 Milliarden Euro betragen, dann ist die Versorgung von 100.000 bedürftigen Menschen nur ein winziges Ein-Meter-Bäumchen.
Die von den Besuchern des Bauernmarktes rege diskutierte und vielbeachtete Aktion der Attac-Regionalgruppe Unteres Mühlviertel wurde auch von mehreren Lokalpolitikern besucht. Attac setzt sich für eine gerechtere und fairere Wirtschaftspolitik ein.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden