"Waldviertel eingekocht": Fisch im Rauch, im Salz, im Glas
HIRSCHBACH. Zum Workshop mit Josef Pruckner lädt die Veranstaltungsreihe der Kleinregion Waldviertler StadtLand am Freitag, 18. September 2020 (Beginn 14 Uhr) in die Freizeitanlage.

Wenn wir „Einkochen“ hören, denken wir zunächst wohl an Marmelade und Kompotte. Aber das Haltbarmachen von Lebensmitteln erstreckt sich über viele Produkte und war für die Menschen in der Vor-Kühlschrank-Zeit eine Frage des Überlebens.
Die Initiative „Waldviertel eingekocht“ widmet sich nun einem der typischen Produkte des Waldviertels, dem Fisch!
Josef Pruckner ist nicht nur Jäger und Initiator der Arbeitsgemeinschaft „Waldviertler Wildbret“ sondern auch leidenschaftlicher Koch, gerade von Wild und Fisch. Am Freitag, den 18. September wird er und sein Team in Hirschbach vorzeigen, wie sich Fisch haltbar machen lässt.
Die Veranstaltung findet im Freien statt und es darf mitgekocht und mitgekostet werden. Alle Teilnehmer nehmen sich dann ihr Gläschen Fisch mit nach Hause. Der Materialbeitrag beträgt 12 €.
Achtung beschränkte Teilnehmerzahl! Anmeldung ab sofort:
Thomas Samhaber (ILD-Projektmanagement) Tel.: 0664 150 53 48 oder office@ild.cc
Hintergrund-Info
In den letzten Jahrzehnten wurden die im privaten Haushalt hergestellten Lebensmittelprodukte immer mehr von industriell produzierten Waren ersetzt. Säfte, Marmeladen, Gewürze, etc. werden auch in ländlichen Regionen heute fast ausschließlich in den Supermärkten der großen Handelskonzerne gekauft.
Es zeigt sich aber bereits ein deutlicher Gegentrend, regionale Produkte liegen wieder im Trend und das Interesse Lebensmittel wieder selbst herzustellen wird immer größer.
Die Kleinregion Waldviertler StadtLand mit über 50 ländlich geprägte Ortschaften besitzt hervorragende Voraussetzungen, um in diesem Bereich ein Pilotprojekt umzusetzen, bei welchem der Bevölkerung die Gelegenheit gegeben wird wieder verstärkt regionale Lebensmittel für den Eigenbedarf zu erzeugen.
Mit dem Pilotprojekt „Das Waldviertel eingekocht“ werden Menschen in der Region im Rahmen gemeinsamer Aktivitäten zusammenkommen. Dabei können ältere Menschen ihre lebenslange Erfahrung und über Generationen gereiftes Wissen einbringen und an jüngere Menschen weitergeben.
Das Projekt bietet aber auch jungen Menschen aus der Region ein „Experimentierfeld“ an, - wie die Internetforen und Blogs zeigen, ist das kreative Veredeln von Lebensmitteln auch bei der Jugend voll „in“.
Das Angebot ist auf die lokale Bevölkerung ausgerichtet und schafft eine sozial nachhaltige sinnvolle, attraktive regionale Freizeitbeschäftigung, in der regionales Lernen aktiv stattfindet.
Zu den erwünschten Nebeneffekten zählen die positiven Umweltauswirkungen, die Reduzierung des regionalen Kaufkraftabflusses, und die Stärkung des positiven Images der innovativen und nachhaltigen Kleinregion „Waldviertler StadtLand“.


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