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WINDIGSTEIG. Die Modernisierungsoffensive für kommunale Gebäude stand im Fokus der Frühjahrsforen für Energiebeauftragte. Viele Energiebeauftragte aus dem Waldviertel nutzten die Gelegenheit und informierten sich beim Forum der Energie- und Umweltagentur NÖ in Windigsteig über Handlungsmöglichkeiten und Beratungsangebote.

Die Energiebeauftragten aus dem Bezirk Gmünd (v.l.): Ewald Grabner (Bereich „Energie & Klima“, Energie- und Umweltagentur NÖ), Erich Müllner (Heidenreichstein), Matthias Weißkirchner (Energieagentur der Regionen), Markus Lair (Großdietmanns), Walter Baumgartner (Gebietsbauamt Krems), Andreas Weber (Amaliendorf-Aalfang), Franz Patzl (Abteilung Umwelt- und Energiewirtschaft, Amt der NÖ Landesregierung), Hubert Fragner (Bereichsleiter „Gemeinden und Regionen“, Energie und Umweltagentur NÖ), Elisabeth Wagner (Regionalbetreuerin für das Waldviertel, Energie- und Umweltagentur NÖ). Foto: eNu/ R. Führer
Bis Ende 2020 sollen alle kommunalen Gebäude, die sich im Eigentum oder Besitz der öffentlichen Hand befinden und beheizt werden, auf Niedrigenergiehausstandard gebracht werden. Das schreiben der „NÖ Energiefahrplan 2030“ und das „NÖ Energie-Effizienz-Gesetz“ den Gemeinden vor. Mehr als ein Drittel aller kommunalen Gebäude sind davon betroffen. „Eine professionell geplante und durchgeführte Gebäudesanierung bringt bis zu 80 Prozent Einsparung bei den Energiekosten. Für eine Modernisierung sprechen auch ein verbesserter Nutzerkomfort, geringere Heizkosten, verringerte Schimmelgefahr, ansprechende neue Fassaden und letztlich auch der Beitrag zum Klimaschutz“, betont Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur NÖ. Um die Gemeinden bei der Modernisierung zu unterstützen, gibt es in Niederösterreich ein aufeinander abgestimmtes Beratungsangebot. Ergänzend zum Energieberatungsangebot der Landeseinrichtungen und des Ökomanagement bietet die Energie- und Umweltagentur NÖ Förderberatung und Contractingberatung an. Energiebuchhaltung zeigt Optimierungsbedarf auf Aufschluss darüber, welche Gebäude in der Gemeinde saniert werden müssen, gibt die Energiebuchhaltung. Sie liefert den Energiebeauftragten bei regelmäßig eingegebenen Energieverbrauchsdaten der kommunalen Gebäude und Anlagen wichtige Hinweise auf Fehlerquellen und erlaubt Verbrauchsvergleiche mit ähnlichen Gebäuden. Mit den Daten werden jährlich Gemeinde-Energieberichte erstellt, die wiederum Aufschluss darüber geben, wo Effizienzsteigerungspotentiale gegeben sind. Bei der Erstellung des Energieberichts und der Interpretation der Daten bietet die Energie- und Umweltagentur NÖ den Gemeinden Unterstützung an. In vielen Gemeinden gibt es bereits Beispiele für erfolgreiche Objektmodernisierungen. Die Volkschule in Windigsteig gehört dazu. Matthias Weißkirchner von der Energieagentur der Regionen stellte den Energiebeauftragten die einzelnen Sanierungsschritte am Gebäude und ihre Wirkung vor: der Heizwärmebedarf des Gemeindeamts konnte um 85 Prozent gesenkt werden. Der Gemeinde bleiben im Jahr 16.000 Euro mehr in der Gemeindekasse. Am Dämmen führt kein Weg vorbei Ein Thema beim Energiebeauftragten-Forum war auch die Wärmedämmung. Immer wieder tauchen Zweifel an der Sinnhaftigkeit einer Wärmedämmung auf. Andrea Kraft, Leitung Energieberatung NÖ bei der Energie-und Umweltagentur NÖ räumte mit den Mythen auf und erklärte, dass Wärmedämmung ein wichtiger Teil des Gesamtsystems „Gebäude“ sei. Langfristig schütze nur ein gut gedämmtes Gebäude vor steigenden Energiepreisen. Die Expertin riet den Energiebeauftragten, für die Modernisierung ihrer Gemeindegebäude unbedingt erfahrene Fachleute heranzuziehen.

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