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GMÜND. Mit Jahresbeginn trat die Juristin Barbara Stöger die Nachfolge von Martha Haselsteiner an und übernahm die Funktion als Bezirkshauptmann-Stellvertreterin. Nach ihrer Anstellung an der Bezirkshauptmannschaft in St. Pölten hat die 40-Jährige bereits seit drei Jahren schwerpunktmäßig die Fachgebiete Gewerberecht und Anlagenrecht betreut. Im Gespräch mit der erfolgreichen Businessfrau gibt es neben beruflichen auch sympathische private Eindrücke zu ihrer Person.

Bezirkshauptmann Stefan Grusch gratuliert seiner neuen Stellvertreterin Barbara Stöger. Foto: BH Gmünd

Gemeinsam mit ihrem Gatten hat die gebürtige Wienerin ihren Lebensmittelpunkt im Nachbarbezirk Waidhofen/Thaya gefunden. Zu ihren Hobbies zählen neben der Bewegung in der Natur, dem Reisen und Lesen auch das Faulenzen.

Tips: Leider ist es auch in der heutigen Zeit immer noch keine Selbstverständlichkeit - darum auch gleich eingangs die Frage: wie bewerten Sie die Stellung von Frauen in führenden Positionen?

Barbara Stöger: Ich denke, dass Frauen führende Positionen in der Gesellschaft einnehmen, gut und wichtig ist. Das Erreichen beruflicher Ziele sollte keine Frage des Geschlechts sein, sondern der Qualifikation.

Tips: Sind Sie selbst in Ihrer beruflichen Laufbahn aufgrund Ihres Geschlechts auf Diskriminierung oder Abwertung gestoßen?

Barbara Stöger: Nein.

Tips: Wie erfolgte die Anstellung als Bezirkshauptmann-Stellverteterin? Gab es eine offizielle Ausschreibung oder wurden Sie direkt angeworben?

Barbara Stöger: Die Entscheidung wurde durch die Landeshauptfrau nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren unter langjährig an NÖ Bezirkshauptmannschaften tätigen Juristen getroffen.

Tips: Sie sind zuständig für das Fachgebiet Gewerberecht und Anlagenrecht, sowie für den Bereich Wirtschaft und Umwelt. Worauf freuen Sie sich besonders?

Barbara Stöger: Mein operativer Aufgabenbereich wird gleich bleiben, ich kenne daher meine Aufgaben und weiß was mich erwartet; hinzugekommen ist die Führung des Bereiches Wirtschaft und Umwelt, hierbei freue ich mich besonders auf die Möglichkeit der Gestaltung und Steuerung des gesamten Bereiches.

Tips: Wo liegen Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen im Bezirk?

Barbara Stöger: Die größte Herausforderung sehe ich darin, trotz der vorhandenen geographischen Situation attraktiv für (neue) Bewohner zu sein, Arbeitsplätze zu bieten und Arbeitnehmer zu finden.

Tips: Was lieben Sie am meisten am Bezirk Gmünd?

Barbara Stöger: Dass es noch ein Zusammenhalten, ein Miteinander in der Bevölkerung untereinander gibt. Das schlägt sich auch im Verhalten gegenüber der Behörde nieder.

Tips: Haben Sie ein Lieblingsplatzerl im Bezirk?

Barbara Stöger: Der Bezirk Gmünd ist vielfältig und abwechslungsreich, mir gefallen sowohl die Plätze in den südlich gelegenen Bergen als auch die unzähligen Plätze an Teichen und der hügelige Norden des Bezirkes.


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