Waldviertler Bürgerinitiativen fordern: Der Wald muss Tabuzone für Windkraft bleiben
WALDVIERTEL. Vertreter von neun Waldviertler Bürgerinitiativen fordern in einem Appell an Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) an die niederösterreichische Landesregierung eine Anpassung der NÖ Energiepolitik an die aktuelle Situation.

„Die ambitionierten Ausbauziele des Landes lassen sich auch durch Repowering, dem Ersetzen alter Anlagen durch leistungsstärkere in bereits bestehenden Windparks, erreichen. Es besteht somit keine Notwendigkeit im windschwachen Waldviertel ökologisch wertvolle Naturflächen zu zerstören“, sind sich die Bürgerinitativen einig.
Bisherige Untersuchungen haben bestätigt, dass die Wälder besonders reich an seltenen und streng geschützten Vogel- und Fledermausarten sind. Allein aus Gründen des Artenschutzes dürfe kein einziges Windrad im Wald errichtet werden.
Michael Moser von der IG Waldviertel, dem Dachverband der Bürgerinitiativen, sieht den Ausbau von Windkraft in Wäldern als absolutes „No-Go“ und verweist einmal mehr auf grobe inhaltliche Mängel bei den von den Windparkbetreibern beauftragen Naturschutz- und Landschaftsgutachten.
Die IG Waldviertel fordert die Bereitstellung von unabhängigen Amtssachverständigen für die sensiblen Themen „Ökologie“ und „Landschaftsbild“ bei allen Umwidmungen und in allen Projektverfahren zur Windkraft sowie die Überprüfung und Aufarbeitung der bisherigen Begutachtungen.
Die Zukunft sieht die IG Waldviertel in der Förderung regionaler Stärken wie Photovoltaik, Solarthermie und Biomassekraftwerke mit den Vorteilen einer regionalen Wertschöpfung, Energiesystem mit kurzen Wegen und wenig Umwandlungsschritten.


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