Alpine Notlage – Hüttenwirt unterstützte Einsatzkräfte
GMUNDEN. Schlecht vorbereitet, unternahm ein 34-jähriger Wanderer aus Polen am 23. September eine Traunsteinbesteigung, traute sich aber wegen des schlechten Wetters nicht mehr weiter. Der Hüttenwirt der Alpenvereinshütte brachte den Mann sicher ins Tal.

Der Wanderer begann am Vormittag den Aufstieg über den unmarkierten „Hochkamp-Anstieg“. In einer Seehöhe von etwa 1600 Meter, im Bereich der „Grünen Gasse“, traute sich der Mann bei beginnendem Regen und einfallendem Nebel nicht mehr weiter und setzte mit seinem Handy einen Notruf ab.
Schwierige Standortbestimmung
Da er weder den Namen des Steiges kannte, noch GPS-Daten übermitteln konnte und zudem der Handy-Akku nach einem kurzen Telefonat leer war, konnten die Bergretter seinen Standort nicht bestimmen, vermuteten jedoch bereits, dass er sich in der „Grünen Gasse“ befand. Sie alarmierten den alpinkundigen Hüttenwirt der Alpenvereinshütte, der Nachschau hielt und den Mann schließlich fand.
Beherzter Einsatz des Hüttenwirts
Da sich der Pole über eine Schlüsselstelle (Gratstück - Schwierigkeit II) nicht mehr weiter traute, lief der Hüttenwirt zur Hütte zurück, holte Sicherungsmaterial, Seil und zwei Klettergurte und konnte so den unverletzten, jedoch leicht unterkühlten Wanderer gesichert bergwärts bringen. Er ersparte den Einsatzkräften damit den mühsamen und gefährlichen Aufstieg über den Hochkamp bei starkem Regen und Nebel.
Der gerettete Wanderer stieg nach einer Nächtigung ohne weitere Hilfe selbstständig ins Tal ab.


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