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OHLSDORF. Letzte Woche wurde von Tierfreunden aus Ohlsdorf ein schwerverletzter Kolkrabe gefunden. In beiden Vogelbeinen steckten mehrere Schrotkugeln. Er wurde dem Österreichischen Tierschutzverein übergeben, bevor er seinen Verletzungen erlag.

Foto: Weihbold
Foto: Weihbold

Um die Schrotkugeln aus den Beinen des Tieres zu entfernen, war eine aufwändige Operation nötig. Diese verlief zunächst gut und das Tier durfte sich auf dem Assisi-Hof des Österreichischen Tierschutzvereins in Frankenburg erholen. „Wir waren vorsichtig optimistisch, dass sich der Kolkrabe wieder soweit erholen würde, dass wir ihn auswildern hätten können“, sagt Ulrike Weinberger, Hofleiterin des Assisi-Hofs in Frankenburg. Aufgrund der Schwere der Verletzungen musste das Tier allerdings wenige Tage später eingeschläfert werden. Kolkraben sind in Österreich geschützt und dürfen nicht gejagt werden. Trotzdem ist das in der Gegend bereits der zweite Fall. Laut Informationen, die dem Österreichischen Tierschutzverein vorliegen, wurde dort zuvor schon einmal ein Rabe angeschossen. Kolkraben sind übrigens sehr intelligente Tiere, wurde jedoch über Jahrhunderte als angeblicher Schädling und Unheilsbringer verfolgt. Mittlerweile erholen sich die Bestände, nachdem sie in Teilen Europas nahezu ausgerottet wurden.


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