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Workshop beleuchtet Anziehungskraft des Salzkammerguts

Mag. Lisa-Maria Laserer, 05.03.2026 14:45

OBERTRAUN. Die besondere Ausstrahlung des Salzkammerguts und ihre Entwicklung im Laufe der Zeit standen im Mittelpunkt eines Workshops des Welterbemanagements der Unesco Welterbestätte Hallstatt Dachstein Salzkammergut.

Die Teilnehmer des Workshops am Krippenstein. (Foto: Michael Körner)
Die Teilnehmer des Workshops am Krippenstein. (Foto: Michael Körner)

Die Region wurde im Jahr 1997 vom Unesco Welterbekomitee in Paris als Kulturlandschaft Hallstatt Dachstein Salzkammergut zum Welterbe erklärt. Sie gehört damit zu insgesamt zwölf Welterbestätten in Österreich. Ausschlaggebend für diese Anerkennung sind laut Unesco unter anderem die alpentypische Landschaft, die jahrtausendealte Salzindustrie, wissenschaftliche Forschung sowie die Baukultur der Region.

Um die besonderen Merkmale dieser Kulturlandschaft besser zu verstehen und weiterzuentwickeln, organisierte das Welterbemanagement einen Workshop unter dem Arbeitstitel „Sehnsuchtsort“. Dabei wurde diskutiert, wie sich die Anziehungskraft des Salzkammerguts über die Jahrhunderte verändert hat und welche Faktoren diese bis heute prägen.

Historische Perspektiven und aktuelle Entwicklungen

Als Grundlage für die Diskussion erarbeitete der Goiserer Historiker Michael Kurz eine Dokumentation über die Motive von Forschern, Künstlern und Kurgästen, die seit mehr als 200 Jahren in das Salzkammergut reisen. Rund 20 Experten und Kenner der Region nahmen an dem Austausch teil, der im Gletscherrestaurant am Krippenstein stattfand.

Während des Treffens wurde aus unterschiedlichen Blickwinkeln über die Bedeutung der regionalen Natur und Kultur gesprochen. Die Teilnehmer waren sich einig, dass das Salzkammergut für viele Menschen eine besondere Anziehungskraft besitzt. Der Tourismusexperte Reinhard Lanner aus Abtenau leitete den Workshop und formulierte gemeinsam mit den Teilnehmern zentrale Thesen für die weitere Arbeit im Welterbemanagement.

Identifikation der Bewohner als wichtiger Faktor

Welterbe Projektmanager und Organisator Karl Posch zog eine positive Bilanz des Treffens. „Es war heute spannend, die unterschiedlichen Standpunkte und Erfahrungen der Teilnehmer aus vielen verschiedenen Fachbereichen zu hören. Denn am Ende scheint es eine große Gemeinsamkeit zu geben, nämlich die hohe persönliche Identifikation der Bewohner mit dem Salzkammergut. Das ist es, was das außergewöhnliche Kapital der regionalen Natur und Kultur erst wertvoll macht. Der sprichwörtliche Stolz der Bewohner, im Salzkammergut leben und wirken zu dürfen, ist gerechtfertigt. Diese Qualität auch für Generationen nach uns zu erhalten, dafür sind Veranstaltungen und Netzwerke wie dieser Workshop wichtig.“

Die Ergebnisse des Workshops werden nun vom Welterbemanagement ausgewertet. Die Erkenntnisse sollen mit Landes und Bundesstellen besprochen und anschließend im Rahmen der verpflichtenden Berichterstattung an die Unesco in Paris übermittelt werden. Ziel ist eine genauere Beschreibung des außergewöhnlichen universellen Wertes der Welterbestätte und damit eine Grundlage für die nachhaltige Entwicklung der Kulturlandschaft.


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