Gmundner will „Krebsüberlebenden“ beim Berufs-Wiedereinstieg helfen
GMUNDEN. Michael Feilmayr hat selbst vier Krebsarten überlebt. Nach seiner Rehabilitation stellte er fest, dass es auch „danach“ nicht besonders leicht ist: „Viele Unternehmer scheuen sich, ehemals Krebserkrankte anzustellen“, so seine Erfahrung. Mt dem Verein „Chance for Cancer Survivors“ will er anderen Betroffenen helfen.

Dass der berufliche Wiedereinstieg nach einer Krebserkrankung schwierig sein kann, hat Michael Feilmayr am eigenen Leib erfahren: „Jeder sieht dich als Risiko. Und Unternehmen brauchen natürlich Mitarbeiter, die „funktionieren““, so Feilmayr. Die Gefahr dabei: Viele Menschen landen in der Notstandshilfe, obwohl sie das nicht wollen und nicht müssten. „Rund 40.000 Menschen erkranken in Österreich jedes Jahr an Krebs, etwa die Hälfte überlebt. Von diesen schafft es etwa jeder Dritte nicht, wieder ins Berufsleben integriert zu werden – das sind jährlich 7000 Menschen“, erklärt Michael Feilmayr.
Psychologische Hilfe und praktisches Netzwerk
Diese will der engagierte Gmundner künftig direkt nach der Rehabilitation unterstützen: Der von ihm gegründete Verein „Chance for Cancer Survivors“ soll in einem ersten Schritt psychologische Betreuung bieten: Hilfe, um aus dem Loch herauszukommen, in das viele durch die Krankheit fallen, und auch, um sich beruflich neu orientieren zu können. Denn häufig ist die Rückkehr in den alten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich. In einem weiteren Schritt will Feilmayr Unternehmen und wiedereinstiegswillige „Krebsüberlebende“ zusammenbringen. Und zwar so, dass es für beide Seiten von Vorteil ist: „Wir wollen die Stärken der Personen nutzen, damit auch die Unternehmen profitieren können.“
Der umtriebige Vereinsgründer selbst hat übrigens die Schwierigkeiten beim beruflichen Wiedereinstieg zum Anlass genommen, sich als „Personal Assistant“ zur Unterstützung von Privatpersonen und Firmen selbstständig zu machen. Auch hier will er künftig Menschen mit Krebsgeschichte eine berufliche Möglichkeit bieten (my-PA.at).
Unterstützer willkommen
Derzeit befindet sich der vor wenigen Wochen offiziell aus der Taufe gehobene Verein „Chance for Cancer Survivors“ noch in der Aufbauphase, neben Betroffenen sind auch zahlreiche Angehörige unter den Mitgliedern. Schon bald möchte Feilmayr, der unter anderem mit der Linzer Krebsakademie und der SALK (Salzburger Kliniken) zusammenarbeitet und seinen Verein auch mit Selbsthilfegruppen und anderen Organisationen vernetzen will, mit der operativen Arbeit beginnen. Dabei ist jede Unterstützung hochwillkommen – egal, ob finanziell oder in anderer Form. „Eine große Hilfe wäre zum Beispiel ein Zugang zu kostenlosen Vereinsräumlichkeiten, weil wir die Spenden und Mitgliedsbeiträge nur für die Vereinsarbeit verwenden möchten“, so der engagierte Gmundner. Aber auch über praktische Unterstützung – etwa von Anwälten oder durch Charity-Aktionen – würde man sich freuen.Infos und Kontakt: www.cancersurvivors.at


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