„Kunst:Raum Gmunden“ macht seine kulturelle Vision mit „Big Opening“ sichtbar

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Ferdinand Reisenbichler, Petra Kodym und Heidi Zednik wollen das Schaffen der regionalen Kulturszene sichtbar machen, Künstler vernetzen und mit der Bevölkerung ins Gespräch kommen. Foto: Anette Friedel
Hans Promberger Hans Promberger, Tips Redaktion, 22.05.2016 07:44 Uhr

Gmunden. In der Traun- gasse – genauer am Marktplatz 14 – befindet sich seit einigen Wochen die Projekt-Zentrale M14 des „Kunst:Raum Gmunden“. Das „Kunstforum Salzkammergut“ unter dem künstlerischen Leiter Ferdinand Reisenbichler und Projektleiterin Heidi Zednik will das kulturelle Erbe der Stadt neu beleben und gemeinsam mit Projekt-Managerin Petra Kodym den Aufbau eines Netzwerkes für Künstler und die Kommunikation mit Tourismus, Wirtschaft und Bewohnern vorantreiben.

Mit dem „Big Opening“-Fest am Freitag, 3. Juni, ab 16 Uhr feiert das Projekt seinen ersten Höhepunkt. Beim Fest mit kulinarischen Schmankerl von der Holzfeuerküche bietet man unter anderem „Little Big Draw“ – Zeichnen für alle im M14-Gewölbe – sowie eine szenische Lesung von und mit Schauspieler und Schriftsteller Erich Josef Langwiesner. Nach dem „Fensterkonzert“ der Landesmusikschule Gmunden und anderer Gmundner Musiker stehen die Künstlerinnen und Künstler zu Gesprächen bereit, bevor die Doppelausstellung Anna Maria Brandstätter und Gerhard Reitinger startet. Das Fest mündet ab 20 Uhr in ein Konzert mit Inga Lynch.

Ausstellungen, Infos und Vernetzungsmöglichkeiten

Ganzjährig sind Ausstellungen, Workshops, Kurse und Projekte in der Traunsteinregion zu erwarten, aber vor allem geht es darum, die vielen Aktivitäten aus Kunst und Kultur zusammenzuführen und digital und in Druckversion sichtbar zu machen. So gibt es monatlich einen gedruckten „ARTKalender“, der über Veranstaltungen, Ausstellungen, Ateliers und Galerien in der gesamten Traunsteinregion Auskunft gibt. Vier Mal jährlich gibt es einen „ARTTreff“ (ein Podium für Gespräche über Kunst und Unkunst) und jeden Freitag wird gegen Spenden die „Kunstsuppe für Künstler und Lebenskünstler“ gereicht. Workshops und Weiterbildung werden für Kunstschaffende angeboten und von Kursen für Kinder und Jugendliche ergänzt.

Überhaupt ist dem Team von Kunst:Raum Gmunden der Austausch in Kunst und Kulturarbeit mit Künstlern, Bewohnern und Besuchern wichtig. Bereits vom 4. bis 8. Juli folgt dann „Sequenzen 5“, eine öffentlich zugängliche Werkphase für 25 Künstler, bei der zeitgenössische Kunst auf „Art Brut“ trifft. Das „Kunst:Fest“ und „The Big Draw“ – ein internationales Kunstprojekt, das „Zeichnen“ öffentlich und überall sichtbar machen will – sind weitere große Vorhaben des Teams.

Kunst-Offensive

Von Gmunden aus soll in den nächsten Jahren die Region um den Mehrwert Kunst und Kultur für Bewohner, Wirtschaft, Besucher und Kunstschaffende bereichert werden. „Ein Image für Gmunden wie St.Paul de Vence in Frankreich, Asheville in North Carolina und das Lavanttal in Kärnten ist unser Ziel. Dafür werden wir in den nächsten Jahren hart arbeiten“, sagen Heidi Zednik und ihr Team.

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