Leichter Rückgang bei den Verkehrstoten im Bezirk Gmunden
GMUNDEN. Jeder Verkehrstote ist einer zu viel: Von den 89 Menschen, die im Vorjahr auf Oberösterreichs Straßen tödlich verunglückt sind, starben acht im Bezirk Gmunden. Im Vergleich zum Jahr 2015 ist damit - laut Verkehrsstatistik des Landes Oberösterreich - ein leichter Rückgang zu beobachten.

Seit den traurigen Spitzenzahlen Anfang der 1970er Jahre nimmt die Zahl der Verkehrstoten in Oberösterreich langsam aber stetig ab: Waren 1972 noch 454 im Straßenverkehr verlorene Menschenleben zu beklagen, so weist die Statistik für 2016 insgesamt 89 Verkehrstote auf.
8 Verkehrstote im Bezirk Gmunden
Im Bezirk Gmunden starben acht Menschen - um zwei weniger als im Jahr zuvor. Auch in sechs anderen Bezirken ging die Zahl der Verkehrstoten zurück, am stärksten in Wels (-4 Tote) und in Linz Stadt (-3 Tote). Der höchste Anstieg war in Urfahr Umgebung zu verzeichnen (+4 Tote).
Wie schon in den vergangenen Jahren entfiel der Großteil der Toten auf Pkw-Lenker und -Mitfahrer: 40 der getöteten Verkehrsteilnehmer saßen in einem Pkw, es folgen Fußgänger (16) und Motorradfahrer (12). Sowohl bei Fußgängern als auch bei Motorradfahrern ist im Vergleich zu 2015 übrigens ein leichter Rückgang zu beobachten, dafür stieg die Zahl der getöteten Fahrradfahrer von 5 auf 10.
Interessant ist die Entwicklung bei der Altersverteilung: Während bei den jüngeren Verkehrsteilnehmern bis 34 Jahre ein leichter Rückgang feststellbar ist, bleibt die Gefährdung in der Altersgruppe bis 74 weitgehend gleich. Einen stärkeren Anstieg kann man bei den allgemein stark gefährdeten Über 74-Jährigen beobachten (von 13 auf 20 Tote).
Unachtsam und zu schnell: Ursache für mehr als die Hälfte Verkehrstoten
Bezüglich der Unfallursachen liegen Unachtsamkeit und nicht angepasste Geschwindigkeit mit 28 bzw. 27 Prozent an der Spitze. Es folgen Vorrangverletzungen, Fehlverhalten von Fußgängern und das Überholen. Besonders gefährlich scheint übrigens der Freitag zu sein: 19 Unfälle entfallen auf diesen Wochentag, an den anderen Tagen sind es zwischen acht und 14. Die gefährlichste Zeit ist der frühe Abendverkehr zwischen 15 und 17 Uhr.
427 Verkehrstote in ganz Österrreich
Insgesamt liegt Oberösterreich im Bundesländervergleich hinter Niederösterreich (111 Tote) auf dem traurigen zweiten Platz. Dies liegt jedoch auch am stark ausgebauten oö. Verkehrsnetz: Berechnet man dieses ein, so kommen auf tausend Straßenkilometer in OÖ 3,4 Verkehrstote. Das sind etwas mehr als „Musterschüler“ Vorarlberg (2,8), aber wesentlich weniger als etwa Wien (6,8) oder das „Schlusslicht“ Burgenland (7,6).


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