Was Rotary aktuell gegen Polio und Corona unternimmt

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Daniela Toth Daniela Toth, Tips Redaktion, 27.10.2020 13:38 Uhr

GMUNDEN. Am 24. Oktober feierte die Welt den Welt-Poliotag, ein Verdienst von Rotary und seinen Partnern, der in Corona-Zeiten aktueller ist denn je. 

Am 18. Oktober war der erste deutsche Präsident von Rotary International, Holger Knaack, zu Besuch in Gmunden beim österreichischen Past-Governor Walter Ebner und dem amtierenden Governor Friedhelm Dold vom Rotary Distrikt 1920. Holger Knaack, Präsident Rotary International 2020/21, betonte dabei: „Der Kampf Rotarys gegen Polio ist die größte Gesundheitsinitiative dieser Art auf der Welt.“ Friedhelm Dold, Governor Rotary Distrikt 1920, ergänzte: „Gemeinsam gehen wir die letzten Meter dieses Weges, um die zweite Seuche in der Geschichte der Menschheit auszurotten. Durch unseren Kampf gegen Polio haben wir die Erfahrung, Fähigkeiten und Möglichkeiten, um auch gegen Corona vorzugehen.“

Mit Schluckimpfungen Polio fast besiegt

Die berühmten Schluckimpfungen 1979 startete Rotary sein größtes und erfolgreichstes Projekt, die Polio-Kampagne zur Ausrottung der Kinderlähmung (Polyomyelitis), einer Infektionskrankeit, die vor allem Kinder befällt und zu schweren Lähmungen und Tod führen kann. Jahrezehnte lang gab es jedes Jahr Tausende von Toten und Zehntausende von Gelähmten.

Mit seinen inzwischen weltberühmten Schluckimpfungen begann Rotary auf den Philippinen. 1985 fasste Rotary International den Beschluss, die Aktion auszuweiten und die Seuche ein für alle Mal zu besiegen. Dafür holte Rotary wichtige Partner ins Boot: die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), die Gesundheitsbehörden der USA (CDC), die nationalen Gesundheitsministerien sowie die Bill und Melinda Gates Stiftung.

Aktuell große Erfolge

Rotary und seinen Partnern gelang es, die Infektionen um 99,99% zu senken. Schätzungen zufolge wurden über 2,5 Milliarden Kinder vor dieser Krankheit geschützt. Bis zu 10 Millionen freiwillige Helferinnen und Helfer investierten unzählige Arbeitsstunden. Allein von Rotary wurden 2,1 Milliarden US-Dollar aufgewendet. Am 25. August 2020 wurde Afrika von der WHO offiziell als vom Polio-Wildvirus befreit zertifiziert, ein Meilenstein, der als Beweis gilt, dass die Ausrottung der Kinderlähmung möglich ist. Sie wäre damit nach Pocken die zweite Infektionskrankheit der Geschichte, die ausgerottet wurde.

Die letzten Fälle von Polio existieren noch in Afghanistan und Pakistan, es sind über 100 Fälle registriert. Sie können sich jederzeit zu einer neuen Pandemie auswachsen. Der Kampf gegen Polio muss unbedingt zu Ende geführt werden, sonst kehrt die Seuche zurück.

Rotary Distrikt 1920 gegen Polio und Corona

Im westösterreichischen Rotary Distrikt 1920 realisieren die Rotary Clubs vielfältige internationale und regionale Projekte und Aktionen. Allein 2020 werden Projekte im Wert von 1,4 Million Euro umgesetzt, viele davon auch im Zusammenhang mit Corona, von Lebensmittellieferungen über Schutzkleidung für Pflegeeinrichtungen bis zur Unterstützung von Obdachloasen, Schülerinnen, Schülern, betroffenen Familien und arbeitslosen Künstlern.

Der Distrikt richtete einen Covid-Hilfsfonds ein und die Rotary Foundation stellt einen Disaster-Response-Grant für Projekte zur Verfügung, um Corona-Geschädigten zu helfen.

Spenden im Kampf gegen Polio laufen unter: „Rotary gegen Polio“ IBAN: AT03 3468 0012 0058 7154

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