Mini12er sind wieder da

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 (Foto: Mini12er)
(Foto: Mini12er)
Daniela Toth Daniela Toth, Tips Redaktion, 19.07.2021 08:57 Uhr

GMUNDEN. Die mini12er integrativen Segler sind auch 2021 wieder am Traunsee unterwegs. Der Verein ermöglicht Menschen mit kognitiven und physischen Beeinträchtigungen ein möglichst autonomes Segelerlebnis. Neuer Obmann der mini12er ist der Gmundner Wikinger-Forscher Rudy Simek.

Sie gleiten meist zu zweit nebeneinander über das Wasser, die kleinen, extra umgebauten Boote. In einem davon ein Mensch mit Beeinträchtigung, im anderen ein ehrenamtlicher Begleiter mit jahrelanger Erfahrung im integrativen Segelsport. Vereinsmitglieder aus ganz Österreich, Kinder von 46+1 Down Syndrom Vöcklabruck, Klienten vom OÖZIV Feichtlgut in Ohlsdorf, die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke, die Liste der Teilnehmer ist lang. Dank der Kooperationsbereitschaft des UYC-Traunsee können die Segler an den meisten Tagen von dort aus starten und die Gast-Kapitäne so wunderbare Tage am Traunsee erleben. „Unsere Tochter hat darauf bestanden, dass wir auch heuer wieder kommen. Ein Jahr ohne Segeln mit den mini12ern duldet sie gar nicht“, sagt Doris aus Krems, deren Tochter Petra im Rollstuhl sitzt. Die beiden bleiben gleich eine ganze Woche. Für Petra haben die Begleiter eine eigene Sitzhilfe angefertigt, damit sie den mini12er alleine steuern kann. Ein Gefühl von Autonomie und Selbständigkeit, das ihr im Alltag oft verwehrt bleibt.

Neuer Obmann der mini12er ist Rudy Simek. Er übernimmt die Funktion vom bisherigen Obmann Peter Farbowski, der weiterhin im Vorstand bleibt. „Zu erleben, mit welcher Begeisterung die Segler teilnehmen und wie glücklich sie auf dem Wasser sind, macht einfach eine große Freude“, so Rudy Simek. Durch eine Änderung der Statuten können nun auch Vereine und Unternehmen unterstützende Mitglieder des Vereins werden. „Wir sind auch auf Unterstützung angewiesen, denn Einlagerung, Transport und Wartung der Boote verursachen hohe Kosten. Diese sollen aber nicht die Menschen mit Beeinträchtigung tragen müssen, wenn sie bei uns segeln“, sagt Simek. Ein Großteil der vorhandenen Unterstützung kommt bereits von diversen Service-Clubs.

An den diesjährigen Segeltagen helfen Vereinsmitglieder, Eltern und Mitglieder von Rotaract und Lions mit, angeleitet vom Wiener Seglerehepaar Nicolette und Georg Doblhoff-Dier. „Wir würden uns einen Pool von ehrenamtlichen Helfern wünschen, die uns an diesen Tagen unterstützen, vorzugsweise mit Segelerfahrung“, sagt Brigitta Wintersteiger, die für die Organisation verantwortlich zeichnet. Nachsatz: „gerne würden wir unser Angebot auch auf andere Seen ausweiten, wenn uns die ansässigen Segelclubs willkommen heißen und ihre Anlagen benützen lassen würden“. So könnten noch mehr Menschen mit Beeinträchtigung in den Genuss des Segelns kommen. Zumindest an den Traunsee kommen die mini12er im nächsten Jahr mit Sicherheit wieder. Bis dahin können interessierte Helfer oder Unterstützer sich jederzeit beim Verein melden.

Informationen: www.mini12.at

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