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BAD GOISERN. Nach zwei Jahren Zwangspause feierte das Kirtagsbierzelt St. Agatha heuer sein 50-jähriges Jubiläum. Feuerwehrkommandant Markus Kogler verrät: Das Bierzelt findet heute noch fast genauso statt wie beim ersten Mal im Jahr 1971.

Pferdekutsche bringt Bier beim Kirtagsbierzelt (Foto: FF St. Agatha)
  1 / 5   Pferdekutsche bringt Bier beim Kirtagsbierzelt (Foto: FF St. Agatha)

Damals wollte niemand recht an das Vorhaben der jungen Kommandotruppe der Freiwilligen Feuerwehr St. Agatha glauben. Um Geld für eine neue Ausrüstung zu sammeln, überlegten sie sich, ein Bierzelt zu veranstalten. Die Männer hackten Holzstangen und stellten das Bierzelt auf – das werde auch heute noch so gemacht, so Kogler.

Bei der Metzgerei Kunze bestellten sie Bratwürste und bei der Bäckerei Maislinger die Semmeln dazu. „Maislinger Ernst meinte zwar, dass sie niemals so viele Semmeln brauchen. Aber das sei egal, aus dem was überbleibt, machen sie Knödelbrot“, erzählt er. Ebenso erging es der Truppe bei der Metzgerei und der Brauerei. Aber sie alle boten ihnen freundlicherweise an, zurückzubringen, was nicht gebraucht werde. „Das Bierzelt war ein Riesenerfolg und sie mussten nichts zurückgeben“, lacht der Feuerwehrkommandant.

Traditionell: Goiserer Betriebe kommen am Montag

Das erste Bierzelt fand vier Tage lang statt: von Donnerstag bis Sonntag. Über die Jahre hat es sich dann entwickelt, dass das Bierzelt an drei Tagen von Samstag bis Montag stattfindet. Zunächst, so Kogler, haben die Handwerksbetriebe am Montag zu Mittag aufgehört und sind mit der Belegschaft ins Bierzelt gekommen. Mittlerweile sei der Montag der stärkste der Bierzelt-Tage. „Um halb zwölf Mittag ist das Zelt leer und um dreiviertel Eins bekommt man schwer einen Sitzplatz, weil es so voll ist“ freut sich der Feuerwehrkommandant.

Pensionisten helfen beim Bierzelt abreißen

Vor lauter Freude über den Erfolg des ersten Kirtagsbierzeltes, wurde das Zelt nicht sofort abgerissen. Pensionisten seien Montag früh gekommen und haben ihre Hilfe angeboten, „denn es soll ja nicht darauf schneien“. Seitdem sei es Tradition, dass jedes Jahr 60-70 Pensionisten kommen und beim Abreißen helfen. Traditionell beliefern nach wie vor regionale Betriebe das Bierzelt, das die Feuerwehr gemeinsam mit der Musikkapelle St. Agatha organisiert. „Mir als Kommandant ist es sehr wichtig, dass man nicht vergisst, wie die Anfänge waren“.


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