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BAD ISCHL. Die Tourismusschulen Bad Ischl luden vergangene Woche zu einem besonderen Fest ein: der Lehrbetrieb feierte sein 50-jähriges Jubiläum. Neben den Schülern und Lehrern feierten zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft mit.

Bei der Küchenparty gab es ausgezeichnete Speisen der Schüler. (Foto: TS-Bad Ischl)
  1 / 2   Bei der Küchenparty gab es ausgezeichnete Speisen der Schüler. (Foto: TS-Bad Ischl)

50 Jahre Kompetenz, 7000 Absolventen, eine einmalige Schulgemeinschaft sowie zahlreiche Auszeichnungen– das sind alles Faktoren, die die Tourismusschulen Bad Ischl ausmachen und in einer Feierstunde letzten Donnerstag gewürdigt wurden. Mit einer Küchenparty wurde der „Geburtstag“ der Schule gefeiert. Nach einer kurzen Begrüßung der Ehrengäste und einer musikalischen Darbietung der „Heuschober Musi“ wurde der Jahrgang 1972 besonders willkommen geheißen, denn dies war die erste Klasse der Tourismusschulen Bad Ischl. Die Absolventen nutzen die „Geburtstagsparty“ als Klassentreffen.

In seiner Ansprache gab Direktor Wolfgang Falkensteiner einen kurzen Überblick über die Geschichte der Schule, ging auf die zahlreichen Vertiefungen und Ausbildungsmöglichkeiten ein und bedankte sich bei allen Personen, die zum Erfolg der Schule beigetragen haben und beitragen.

Vielfältigkeit der Ausbildung

Bei den anschließenden Gruppengesprächen, die Andreas Niederauer moderierte, wurde von allen Seiten die Notwendigkeit einer guten Ausbildung in der Sparte Gastronomie betont. Die Staatssekretärin für Tourismus, Susanne Krauss Winkler, hob die Vielfältigkeit der Ausbildung der Tourismusschulen hervor und verwies auf die Fülle von Berufsfeldern, die es im Tourismus gebe. Die Vertreterin der Österreich Werbung (ÖW) Sandra Neukart schloss sich der Meinung der Vorrednerin an und bemerkte, dass eine fundierte Ausbildung das Fundament ist, auf dem aufgebaut werden kann – es sei die „Essenz“ des Handelns. Sie betonte, dass in den Tourismusschulen Bad Ischl dieses Fundament gelegt werde, davon konnten sich die Vertreter der ÖW bereits überzeugen: etwa bei der Tourismusmesse ITB in Berlin, bei der Schüler bereits für die ÖW gearbeitet haben. Diese Kooperation werde in Zukunft sicher noch vertieft werden.

„Wirtsauhauslabor“ und mannigfaltige Kooperationen

Ines Schiller, SP-Bürgermeisterin von Bad Ischl, hob bei ihrem Beitrag die vielfältige Zusammenarbeit zwischen der Stadtgemeinde und den Tourismusschulen hervor. Dazu zählt aktuell etwa das „Wirtshauslabor“, ein Projekt der Gastronomie vor Ort sowie der Schule, das im Rahmen der Kulturhauptstadt initiiert wurde und 2024 durchgeführt werden soll. Schiller unterstrich ebenso wie die VP-Abgeordnete zum Nationalrat, Bettina Zopf, die Bedeutung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor für das Innere Salzkammergut und beide betonten die Wichtigkeit einer touristischen Ausbildungsstätte in Form einer Schule in einer „Kernregion“ des Tourismus.

Die Vertreter der Tourismuswirtschaft, der Kurdirektor von Bad Ischl Jakob Reitinger, der Wirte-Sprecher Thomas Mayr-Stockinger und der Geschäftsführer der OÖ Touristik Andreas Winkelhofer, hoben die Vielfalt der Ausbildungsschwerpunkte der Tourismusschulen besonders hervor, die „am Puls der Zeit“ sei; die Tourismusschulen Bad Ischl stellten damit ihre Flexibilität unter Beweis und würden auf „richtige und wichtige Projekte“ – wie eben das Wirtshauslabor in Zusammenarbeit mit der Kulturhauptstadt - setzen.

Fachkräfte der Zukunft

Der oberösterreichische Bildungsdirektor Alfred Klampfer beglückwünschte die Tourismusschulen zu 50 Jahren Kompetenz und unterstrich die Bedeutung der Tourismusschulen Bad Ischl als Ausbildungsstätte – hier würden Fachkräfte für die Zukunft ausgebildet, die die Anforderungen der kommenden Zeit sicherlich meistern werden – das würden die Schwerpunkte dieser Schule im digitalen Bereich, die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur sowie der Sport- und Gesundheitsausbildung, um nur einige zu nennen, zeigen. Er sei der festen Überzeugung, dass die Zukunft nicht der KI (künstlichen Intelligenz) oder Robotern gehöre, sondern den Menschen, denn diese zeigen Empathie und diese Eigenschaft sei bei der Führung eines Teams und bei der Gästebetreuung entscheidend. Er sei ungeheuer stolz auf die Tourismusschulen Bad Ischl – auf die Leistung der Lehrkräfte sowie auf die der Schüler, da an dieser Schule die Grundkompetenzen des 21. Jahrhunderts vermittelt werden. 

Mit der Ansprache von Bildungsdirektor Klampfer endete der Festakt und die Schule lud zu einer Küchenparty in den neuen Lehrküchen, wo die zahlreichen Gäste die Köstlichkeiten, die die Schüler und die Praxislehrkräfte zubereitet hatten, genießen konnten.


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