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GMUNDEN. Theodor Detter hat in Gmunden ein privates Museum eingerichtet, um das Werk seines Großvaters, des Malers Theodor Detter, zu würdigen. Mit großem Engagement und ohne öffentliche Förderung präsentiert er die umfangreiche Sammlung. Nun möchte er das Museum dauerhaft etablieren.

Theodor Detter (links hinten) und Klassenlehrerin Lena Bauer (rechts hinten) mit den Schülern der 1c Klasse der Volksschule Campus Ort Gmunden. (Foto: privat)

Der Maler Theodor Detter wurde 1886 in Gmunden geboren und starb 1957 ebendort. Sein künstlerisches Werk umfasst zahlreiche Gemälde, die den Werdegang eines Künstlers durch verschiedene Epochen dokumentieren. Sein Enkel Theodor Detter, 53 Jahre alt, Landwirt und selbstständiger Unternehmer, hat sich der Aufgabe verschrieben, das künstlerische Erbe seines Großvaters zu bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Privat und selbst finanziert

In der Georgstraße 29 hat Theodor Detter 2023 ein Haus saniert, das ursprünglich als Wohngebäude gedacht war. Anfang 2024 entschied er sich, die umfangreiche Sammlung seines Großvaters zu archivieren, digitalisieren und auszustellen. Das Museum wurde während der Kulturhauptstadt 2024 offiziell als Partnerprojekt aufgenommen und ist bis heute ein privates und vollständig selbst finanziertes Projekt.

Eine persönliche Motivation

Für Theodor Detter stand nicht nur der Stolz auf seinen Großvater im Vordergrund, sondern auch die Erhaltung eines einzigartigen kulturellen Erbes. „Ich wollte einfach, dass das für die nächste Generation gesammelt und digitalisiert erhalten bleibt“, erklärt Detter. Die Sammlung umfasst Werke aus allen Schaffensphasen seines Großvaters. Sie wurde rechtlich geschützt, um sicherzustellen, dass die Bilder nicht einzeln verkauft werden können.

Ein weiterer Anreiz waren Begegnungen mit Zeitzeugen und Nachkommen von Familien, die Werke von Theodor Detter besitzen. Diese Kontakte haben nicht nur die Sammlung erweitert, sondern auch persönliche und kulturelle Verbindungen innerhalb der Region gestärkt.

Schulklassen und Zukunft

Das Museum erfreut sich besonderer Beliebtheit bei Schulklassen. „Die Schulklassen sind etwas Nachhaltiges. Sie ermöglichen es, jungen Menschen Kunst und Kultur näherzubringen und das Werk meines Großvaters im Gedächtnis der nächsten Generation zu erhalten“, so Detter. In Zukunft möchte er das Museum dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich machen und sucht derzeit nach einem Studenten, der eine Diplomarbeit über das Werk seines Großvaters schreibt.

Der Eintritt ins Museum ist bislang kostenlos. Das Museum ist weiterhin geöffnet und Termine können individuell vereinbart werden. Interessierte Schulklassen, Kulturliebhaber und Forscher sind herzlich willkommen, das Werk von Theodor Detter kennenzulernen und Teil dieses besonderen Projekts zu werden.


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