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Lebensgeschichte von Josef Sora, der 14.000 Leben rettete, ins oö. Gedächtnisbuch aufgenommen

Mag. Lisa-Maria Laserer, 26.05.2025 12:34

BAD ISCHL. Die Lebensgeschichte des verstorbenen Bad Ischler Arztes Josef Sora wurde in das Oberösterreichische Gedächtnisbuch aufgenommen. Dieses Erinnerungswerk dokumentiert das Wirken von Persönlichkeiten, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden oder Widerstand geleistet haben.

Der Ischler Arzt Josef Sora rettet 14.000 Menschen im KZ Melk. (Foto: Dr. Josef Sora)
Der Ischler Arzt Josef Sora rettet 14.000 Menschen im KZ Melk. (Foto: Dr. Josef Sora)

Das Oberösterreichische Gedächtnisbuch ist kein gedrucktes Werk für den Buchhandel, sondern eine Sammlung biografischer Porträts, die ausschließlich in zwei Exemplaren existiert. Diese können im Linzer Mariendom und im Schlossmuseum Linz eingesehen werden. Seit dem Jahr 2019 werden jährlich neue Biografien ergänzt. Grundlage sind Texte, Bilder und Dokumente, die an das Leben und Wirken der aufgenommenen Personen erinnern.

Im Jahr 2024 wurde der Bad Ischler Mediziner Josef Sora auf Initiative von Kurt Lux in das Buch aufgenommen. Die Biografie verfasste seine Tochter Hendrike Sora, die sie im Rahmen einer Feierstunde am Mittwoch, 22. Mai 2024, im Mariendom Linz öffentlich präsentierte.

Einsatz für Menschlichkeit im Konzentrationslager

Josef Sora war während der Zeit des Nationalsozialismus als Lagerarzt im Konzentrationslager Melk tätig, einer Außenstelle des KZ Mauthausen. Dort rettete er unter schwierigsten Bedingungen rund 14.000 Menschen das Leben. Auch Jahrzehnte nach dem Ende des Krieges wurde er noch von Überlebenden kontaktiert oder erhielt Dankesschreiben aus aller Welt.

Für seine Verdienste wurde er im Jahr 2000 mit dem Ehrenring der Stadt Bad Ischl ausgezeichnet. Josef Sora war außerdem Gründungsmitglied des Lions Club und langjähriger Cellist im Musikverein 1838 Bad Ischl. Beide Institutionen würdigten sein Andenken und zeigten sich erfreut über die Aufnahme in das Gedächtnisbuch als Ausdruck besonderer Anerkennung für seine humanitäre Haltung.

 


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