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GMUNDEN. Die traditionsreiche Konditorei Baumgartner wird ihren langjährigen Standort an der Gmundner Esplanade im Herbst 2027 voraussichtlich aufgeben müssen. Der Pachtvertrag mit der Stadtgemeinde Gmunden läuft zu diesem Zeitpunkt aus und wird nicht verlängert. Bürgermeister Krapf betont, dass die Gemeinde allerdings verpflichtet ist, den Pachtvertag neu auszuschreiben und dass bereits eine Lösung gefunden wurde.

Die Konditorei Baumgartner will weitermachen. (Foto: Kzenon/stock.adobe.com)
Die Konditorei Baumgartner will weitermachen. (Foto: Kzenon/stock.adobe.com)

Die Stadt plant eine Weiterentwicklung des prominenten Standorts, der als einer der attraktivsten der Region gilt. Im Zuge einer geplanten Neuausschreibung könne sich das Familienunternehmen jedoch erneut um den Standort bewerben, teilte das Rathaus mit.

Die Konditorei reagierte öffentlich auf die Entscheidung. In einer offiziellen Stellungnahme äußerten sich Mathias und Julia Baumgartner, die das Unternehmen in dritter Generation führen, betroffen: „Diese Nachricht hat bei vielen Verwunderung und Betroffenheit ausgelöst – auch bei uns als Familie.“ Bereits seit 2019 bemühe man sich aktiv um eine Vertragsverlängerung und habe auch einen konkreten Vorschlag zur Fassadengestaltung eingebracht, so Baumgartner weiter. Eine Einigung sei bisher jedoch nicht erzielt worden.

Besonders bewegt zeigt sich die Familie über die zahlreichen Zeichen der Unterstützung aus der Bevölkerung. „Diese Unterstützung ist für uns nicht selbstverständlich und bedeutet uns mehr, als Worte ausdrücken können“, heißt es in der Erklärung. Wie es für den Betrieb ab 2027 weitergeht, sei noch ungewiss. Die Familie betont jedoch abschließend: „Eines steht fest: Wir machen weiter.“

Bereits Lösung gefunden - Aufregung um nichts?

Bürgermeister Stefan Krapf zeigt sich überrascht über die Aufregung: „Juristisch sind wir verpflichtet, nach Ablauf des Pachtvertrages 2027 eine Ausschreibung durchzuführen. Wir dürfen den bestehenden Vertrag mit der Familie Baumgartner nicht einfach verlängern. Im Gemeinderat wurde bereits eine sehr faire Lösung mit der Familie Baumgartner gefunden und beschlossen.“

 


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