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ALTMÜNSTER. Die Schwanthaler-Krippe in der Annakapelle der Pfarrkirche Altmünster steht im Zeichen zweier Jubiläen. Das kunsthistorisch bedeutende Krippenwerk ist 250 Jahre alt und seit 50 Jahren dauerhaft in der Annakapelle zu sehen.

  1 / 11   Die Schwanthaler-Krippe kann von Mittwoch, 24. Dezember, bis Sonntag, 2. Februar, täglich von 14 bis 16 Uhr in der Pfarrkirche Altmünster besichtigt werden. (Foto: Hörmandinger)

Die Krippe wurde im 18. Jahrhundert von Johann Georg Schwanthaler geschaffen. Die Fertigstellung erstreckte sich über mehrere Jahre. Seit nunmehr 16 Jahren wird die Krippe von einem ehrenamtlichen Team von Krippenfreunden betreut. Geleitet wird dieses von Hedwig Wiesmayr, die gemeinsam mit ihrem vor zwei Jahren verstorbenen Gatten Fritz Wiesmayr die Pflege des Werkes übernahm. Dieses Engagement brachte ihr den Beinamen „Mutter der Schwanthaler-Krippe“ ein.

Johann Georg Schwanthaler, geboren 1740 und gestorben 1810, betrieb in Gmunden eine Bildhauerwerkstätte. Sein Urgroßvater Thomas Schwanthaler hatte bereits im Jahr 1678 den Dreikönigsaltar für die Stadtpfarrkirche Gmunden geschaffen.

Mutterkrippe des Salzkammergutes

Die Schwanthaler-Krippe gilt als Mutterkrippe des Salzkammergutes und zählt zu den bedeutendsten Krippen Oberösterreichs. Sie diente vielen nachfolgenden Bildhauern und Schnitzern als Vorbild. Das Gesamtwerk umfasst sieben Darstellungen mit mehr als 60 Figuren.

Zu sehen sind unter anderem die Anbetung der Hirten, bei der der Gloria-Engel als Beispiel für die vollendete künstlerische Darstellung gilt, sowie die Anbetung der Heiligen Drei Könige. Letztere ist die reichhaltigste Szene mit fantasievoll gestalteten Kamelen und Elefanten. Weitere Darstellungen zeigen die Lichtmessgruppe und die Beschneidung Christi, den Kindermord zu Bethlehem, den zwölfjährigen Jesus im Tempel sowie die Flucht nach Ägypten. Der Fluchtengel gilt in Fachkreisen als einer der schönsten geschnitzten Engel der oberösterreichischen Krippenkunst.

Standort und Besichtigung

Ursprünglich war die Krippe am Josefsaltar aufgestellt, wo die Szenen entsprechend dem Evangelium gewechselt wurden. Auf Anregung des Denkmalamtes erhielt das Werk nach der Schwanthaler-Ausstellung im Stift Reichersberg im Jahr 1974 seinen heutigen Platz in der Annakapelle. Dort sind die einzelnen Darstellungen in Vitrinen untergebracht.

Die Schwanthaler-Krippe kann von Mittwoch, 24. Dezember, bis Montag, 2. Februar, täglich von 14 bis 16 Uhr in der Pfarrkirche Altmünster besichtigt werden.

 


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