Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Wie es mit dem "Baumgartner-Gebäude" an der Esplanade Gmunden weitergeht

Barbara Gröstlinger, 08.05.2026 09:26

GMUNDEN. Wie geht es mit dem „Baumgartner-Gebäude“ an der Gmundner Esplanade weiter? Diese Frage beschäftigt derzeit Politik, Tourismus und Gastronomie. Die Stadt sucht einen neuen Pächter und die Bewerbungsfrist läuft. Möglicherweise kann es sogar einen kompletten Neubau an der Esplanade geben.

Ein neuer Pächter für das "Baumgartner-Gebäude" an der Esplanade wird gesucht. (Foto: Stadtgemeinde Gmunden)

Die Frage nach der Zukunft des „Baumgärtner-Gebäudes“ an der Gmundner Esplanade ist groß, nachdem letztes Jahr bekannt wurde, dass der seit 1972 laufende Pachtvertrag mit der Konditorei Baumgartner nicht verlängert wird.

Auch lesen: Konditorei Baumgartner muss Gmundner Esplanade voraussichtlich 2027 verlassen

Bürgermeister Stefan Krapf (ÖVP) betont, dass der Pachtvertrag mit Familie Baumgartner nicht mutwillig beendet wurde: „Die rechtliche Situation ist so, dass ein Vergabeverfahren, eine Ausschreibung durchzuführen ist. Ohne Wenn und Aber. Alles andere ist juristisch schlicht und einfach unmöglich.“

Sanierung oder Neubau

„Am Objekt sieht man, dass es in die Jahre gekommen ist und dass es nicht mehr so aussieht, wie man sich das an einer derart prominenten Lage am See vorstellt“, ergänzt Stadträtin Linda Windbichler (Neos), Obfrau des Tourismusausschusses. 

Unklar ist noch, ob es eine Kernsanierung oder einen kompletten Neubau geben wird. Die Beteiligten möchten sich alle Optionen offen halten und warten auf die Angebote der Interessenten. Bei einem Neubau hätte man jedoch auch die Möglichkeit, das Gebäude entlang der Uferlinie geringfügig zu verrutschen oder die Geometrie zu verändern: „Wir können es schlanker oder länger machen, und wir können dadurch das vor allem im Sommerbetrieb vorhandene Nadelöhr entschärfen“, so Baustadtrat Rüdiger Fritz (FPÖ). 

Bei den Kosten möchte man sich noch nicht festlegen, denn im Endeffekt kommt es auf den endgültigen Plan an. Bei einem Neubau wird jedoch mit Kosten von etwa zehn Millionen Euro gerechnet, so Fritz.

Im Endeffekt gehe es um ein Gebäude, das so wie derzeit bewilligt mit 220 Sitzplätzen ausgestattet sein soll. Möglich wäre auch eine Dachterrasse.

Bewerbungsfrist bis 3. Juni

Die Ausschreibung der sogenannten „Lakeside-Lounge“ ist schon online und in vielen – auch landesweiten – Gastronomiezeitschriften inseriert. Interessierte mit Gastronomie- sowie Betriebsführungserfahrung haben die Möglichkeit, bis Mittwoch, 13. Mai, Fragen zur Ausschreibung zu stellen. Danach haben potenzielle Anwärter bis Mittwoch, 3. Juni, Zeit, sich als Pächter zu bewerben. „Selbstverständlich kann sich auch Familie Baumgartner, die bisherige Pächterfamilie, bewerben“, betont Krapf.

Anfang Juli werden sechs Bewerber ausgewählt, die über den Sommer Zeit haben, ein ausführliches Angebot und Konzept zu erstellen. Im Mittelpunkt stehen dabei drei Kriterien: Architektur, gastronomisches Konzept und Wirtschaftlichkeit. Besonders wichtig sei ihm ein hochwertiges architektonisches Gesamtbild, so Fritz.

Nach diversen Bewerbungsgesprächen und Hearings mit Zuständigen der Stadtgemeinde sowie externen Experten wird vermutlich Mitte November feststehen, wie es nächstes Jahr an der Esplanade weitergeht.

Kein Haubenlokal

Wie es mit dem Lokal an der Gmundner Esplanade weitergeht, wird also vermutlich im November feststehen. Die Gemeinde wünsche sich ein hochwertiges Lokal mit Öffnungszeiten von früh bis spät im ganzen Jahr, jedoch soll es kein Haubenlokal mit monatelanger Wartezeit werden, sondern: „Ein Lokal für alle, die Gmunden besuchen und für Gmundner selbst, wo spontan nach der Arbeit oder bei schönem Wetter ein Glas Wein oder ein Eis genossen werden kann“, fasst Bürgermeister Krapf zusammen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden