Gesundheitsgefahr „Nichtalkoholische Fettleber“

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Primar Dr. Bernhard Mayr*Foto: gespag
Primar Dr. Bernhard Mayr*Foto: gespag
Daniela Toth Daniela Toth, Tips Redaktion, 11.03.2015

GMUNDEN. Die  Nichtalkoholische Fettleber-Erkrankung  (NAFLD) gilt unter Medizinern schon jetzt als die Volkskrankheit des  21.  Jahrhunderts. Ursache sind zu viel und falsches Essen, gepaart mit einem Mangel an Bewegung.

„Die Folgen können schwerwiegend sein“, warnt Dr. Bernhard Mayr, wissenschaftlicher Beirat der Forschungsgesellschaft Nutridis und Primar der Abteilung für innere Medizin am Salzkammergut-Klinikum Gmunden.   Aktuelle Studien zeigen, 40 Prozent der übergewichtigen Kinder,  70 Prozent der übergewichtigen Erwachsenen und sogar 90 Prozent der Typ-2-Diabetiker leiden an einer Fettleber. Selbst 15 Prozent der schlanken Menschen sind davon betroffen. Die häufigsten Auslöser sind nicht, wie man denken könnte, Alkohol und Hepatitis – sondern  die Kohlenhydrate im Essen. Durch zu viel Essen und zu wenig Bewegung werden vermehrt Triglyceride – sie zählen zu den Fetten – ins Lebergewebe eingelagert. Deshalb sind Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und Adipositas besonders häufig von einer Nichtalkoholischen Fettleber betroffen.   Fruchtzucker als Gefahr   Von besonderer Bedeutung ist  der steigende Zuckerkonsum. Sowohl Fruktose (Fruchtzucker), als auch Glukose (Traubenzucker) verstärken die Einlagerung von Fett in der Leber. Beide kommen zu gleichen Teilen in den handelsüblichen Süßungsmitteln vor, Fruktose wird wegen ihrer stärkeren Süßkraft immer mehr eingesetzt. Vor allem in Form von „High Fructose Corn  Syrup“ (HFCS) landet sie in Müslis, Fertiggerichten und Softdrinks. Sie wird ausschließlich in der Leber verstoffwechselt, zu Fetten umgebaut und dort zum Teil lokal gespeichert.   Wirksame Therapie   „Das  Problem  bei  der  Fettleber ist, dass sie oft unerkannt bleibt. Sie tut nicht weh und macht anfangs auch keine eindeutigen Probleme“, erklärt Dr. Mayr. Als Hinweise gelten Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Schmerzen im rechten Oberbauch. Die Folgen können schwerwiegend sein: Leberentzündungen, Leberzirrhose, Leberkrebs. Der Arzt kann anhand von Körpermaßen und Blutfettwerten die Wahrscheinlichkeit einer Fettleber berechnen, der Nachweis erfolgt z.B. über Ultraschall.   Therapiert wird die NAFLD vor allem durch Ernährungsumstellung und mehr Bewegung. Es gilt, auf die Kohlenhydrate zu achten und auf  Lebensmittel mit viel Fruchtzucker zu verzichten. Fetter Fisch (reich an Omega-3-Fettsäuren), Nüsse, Olivenöl und Haferflocken sind hingegen geeignete Lebensmittel um das Leberfett relativ rasch wieder abzubauen, wie Studien zeigen. Eine dauerhafte Ernährungsumstellung wird empfohlen.

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