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Gmundner „Gestaltungsdialog“ zerbrach sich den Kopf über die Rathausplatz-Zukunft

Hans Promberger, 18.05.2016 16:47

GMUNDEN. Im Zuge der Arbeiten zur StadtRegioTram und Überlegungen zur künftigen Verkehrssituation in der Gmundner Innenstadt haben direkt Betroffene und Anrainer Ideen entwickelt, wie der Gmundner Rathausplatz attraktiver werden kann.

Jochen Forstinger, einer der Dialog-Teilnehmer, erklärt den Hintergrund der gesammelten Ideen für die Gestaltung des „neuen“ Rathausplatzes.

Der Gmundner Stadtrat hatte beschlossen, für die Gestaltung ein Pilotprojekt der Bürgerbeteiligung durchzuführen. „Es ist ein erster Versuch, obwohl das Zeitfenster extrem klein ist und die vorgegebenen Bedingungen die Gestaltungsmöglichkeiten stark einschränken“, so Bau-Stadtrat Reinhold Kassmannhuber, der den „Gestaltungsdialog“ leitete.

Fußgängerfreundliches Flanieren erwünscht

Die Bundesstraße und die Tram-Schienen „zerschneiden“ förmlich den Rathausplatz und nehmen einiges an Gestaltungsmöglichkeiten. Auch die Tram- und Bus-Haltestellen sind städtebaulich nicht ideal. Beides war jedoch für die künftige Gestaltung vorgegeben. Für Fußgeher soll jedenfalls ein möglichst barrierefreies „Flanieren“ möglich sein. Die ständige Sicht auf alle Seiten des Platzes soll nicht durch Einbauten behindert sein. Auf eine Überdachung der künftigen Tram-Haltestellen will man daher verzichten. Je Fahrtrichtung wird eine Infosäule platziert, die die Fahrgastinformationen, technische Einrichtungen und Stromanschlüsse aufnimmt. Vandalensichere, mit Bodenleuchten ausgestattete Sitzmöbel aus Beton mit Holzsitzflächen sollen im Haltestellenbereich situiert werden und als Abgrenzung der Gehsteige zu den Schaufenstern dienen.

Durchgehende Pflastersteine

Die Pflasterung erfolgt mit hellen und dunklen Granitsteinen, die ausgehend von der Häuserfront der seeabgewandten Seite in Richtung Traunsee in einem durchgehenden Muster verlegt werden und sich etwa sieben bis zehn Meter in die Theatergasse und Kammerhofgasse hineinziehen. Dadurch soll die Großzügigkeit des Platzes betont werden. Der Charakter einer italienischen „Piazza“ und einer „Begegnungszone“ wird dadurch hergestellt, dass der Platz völlig barrierefrei sein soll. Immerhin queren an einem Vormittag rund 900 Fußgänger in der Stunde den Platz.

Entschärfte Kanten und ferngesteuerte Poller

Bei den Haltestellen ist für das Einsteigen allerdings eine Bahnsteigkante notwendig. Die verschiedenen Höhen will man mit Rampen überwinden. Um die Belieferung der Geschäfte und Hotels zu ermöglichen, aber auch um eine unbefugte Benutzung mit KFZ zu vermeiden, sind zum Rathausplatz und zur Kirchengasse hin ferngesteuerte Poller vorgesehen.

Nein zum „Mastenwald“

Wichtig war den „Dialog“-Teilnehmern auch, einen „Mastenwald“ zu vermeiden. Die Straßenbeleuchtung wird daher in die angrenzenden Gebäude integriert. Details sind noch in Arbeit. Fix ist, dass in der Theatergasse und in der Kammerhofgasse die „hängenden“ Beleuchtungskörper durch neue ersetzt werden.


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