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GMUNDEN/VÖCKLABRUCK/BAD ISCHL. Im Salzkammergut Klinikum können derzeit (fast) alle Arztstellen besetzt werden. Damit dies in Zeiten des Ärztemangels dauerhaft gelingt, setzt man nun auf integrative Versorgungsmodelle.

Mit Spezialisierungen - etwa durch das Brustkompetenzzentrum - und neuen Versorgungsmodellen will das SK weiterhin eine hohe Versorgungsqualität bieten. Foto: gespag

In einem österreichweit neuen Projekt will die Gespag künftig Fachärzten die Möglichkeit geben, ihre Wahlarztpraxen innerhalb des Klinikums anzusiedeln. So wird schon bald eine Plastische Chirurgin stundenweise in Gmunden ordinieren. Ziel der Neuerung ist es, einerseits die vorhandenen Räume und medizinischen Geräte auch in Randzeiten besser zu nutzen und andererseits die Ärzte durch ein attraktives Angebot in der Region zu halten, so Gespag-Vorstand Karl Lehner: Die peripheren Regionen werden mittel- bis langfristig nur dann ausreichend zu versorgen sein, wenn wir endlcih über den Tellerrand blicken und uns auf ein Miteinander von niedergelassenen Ärzten und regionalen Spitälern einigen“, ist Lehner überzeugt. Neben Wahlarztpraxen sollen auch Gruppenpraxen und Gesundheitszentren möglich werden, in denen auch niedergelassene Ärzte und nicht-ärztliche Fachleute wie Physiotherapeuten oder Diätologen tätig sein können.

Auch die Patienten sollen von dieser Zusammenarbeit profitieren, betont Tilman Königswieser, der Ärztliche Leiter des Salzkammergut-Klinikums: einerseits durch ein breiteres Angebot und andererseits durch den besseren Zugang zu Experten, die man als attraktiver Arbeitgeber gewinnen könne.

Spezialisierung wird fortgesetzt

Dies diene auch der weiteren Spezialisierung innerhalb der drei Standorte des Klinikums. So verstärkt die Plastische Chirurgin, die ihre Praxis im SK Gmunden eröffnet, auch das Behandlungsteam des Brustzentrums in Vöcklabruck.

Verbesserungen gibt es auch im Bereich der Krebstherapie, in dem Vöcklabruck durch interdisziplinäre Zusammenarbeit Vollversorger ist. Hier soll noch heuer mit einer Großinvestition von 1,9 Millionen Euro eine GMP-Apotheke zur Aufbereitung von Medikamenten für Krebspatienten errichtet werden. Bereits bewährt hat sich der Da-Vinci Operationsroboter: Anstelle der geplanten 70 Operationen im ersten Jahr konnten alleine in den ersten vier Monaten seines Betriebes bereits 90 Operationen durchgeführt werden, so Tilman Königswieser. Weitere zentrale Themen des Schwerpunktkrankenhauses sind die Strahlentherapie, die interdisziplinäre Gefäßmedizin und die Thoraxchirurgie, sowie die Palliativstation.

In Gmunden liegen die Schwerpunkte bei der Altersmedizin und in der Endokrinologie (Hormone), wo auch Chirurgische Maßnahmen zum Einsatz kommen, etwa im Bereich der Schilddrüse. Bad Ischl hat sich in den letzten Jahren einen Namen in der Handchirurgie gemacht. Hier wird zurzeit eine zweite Chirurgin ausgebildet.


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