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GMUNDEN. Die im Technologiezentrum Gmunden ansässige TETAN GmbH bringt eine neu entwickelte Technologie zum Richten von Stangen und Rohren aus Stahl, Edelstahl, Buntmetall und Aluminium auf den Markt.

Die beiden Gründer Friedrich Moser und Ulrich Strasser vor dem Steuerpult ihrer Richtmaschine. Foto: TETAN GmbH

Stangen und Rohre sind nach ihrer Herstellung meistens nicht ganz gerade. Die Anwendungsvielfalt und somit die Anforderungen an Oberflächenqualität sowie Präzision des Materials steigen, deshalb müssen sie für eine fehlerfreie Verwendung vorher mit Richtmaschinen ausgerichtet werden. Grund genug für das mittlerweile sechsköpfige Startup-Unternehmen TETAN, ein völlig neues Richtverfahren zum Richten von Stangen und Rohren aus Stahl, Edelstahl, Buntmetall und Aluminium bis sechs Meter zu entwickeln. Dieses nennt sich „S·F·F·S“ (“Shear-Force-Free-Straight-ening“), arbeitet nahezu berührungsfrei, ist sehr energieeffizient und schneller als herkömmliche Biegeprozesse. 

Herausragende Ergebnisse

Herkömmliche Richtverfahren beschädigen die Oberfläche, was eine Nachbehandlung notwendig macht. Beim neu entwickelten Verfahren der Gmundner Ingenieure zum Richten von Stangen und Rohren wirken hingegen keine Prozesskräfte auf die Materialoberfläche. Das heißt, der vollautomatische Richtprozess arbeitet nahezu berührungsfrei, was die Oberflächenqualität der Richtgüter deutlich steigert. Geringe Betriebskosten, schnelle Dimensionswechsel, und ein hoher Wirkungsgrad zeichnen die TETAN-Richtmaschine zusätzlich aus. „Wir richten wahlweise Stangen bzw. Rohre mit einer Maschine und beschädigen die Oberfläche der Richtgüter nicht und realisieren innerhalb des gesamten Abmessungsbereichs einen Dimensionswechsel auf Knopfdruck“, so der technische Geschäftsführer Friedrich Moser.

Qualität aus dem eigenen Haus

Die TETAN GmbH entwickelt, konstruiert, baut und automatisiert die Maschinen im eigenen Haus. Erst kürzlich wurde der Prototyp nach den letzten Tests final optimiert und steht nun als vollwertige Maschine für Kundenvorführungen zur Verfügung. „Wir haben tolle Partner bei der Entwicklung und dem Bau des Prototyps gefunden. In dieser Konstellation können wir Kundenprojekte effizient und mit hoher Qualität abwickeln“, freut sich der kaufmännischr Geschäftsführer von TETAN Ulrich Strasser.

Berührungsfreies Arbeiten als Wettbewerbsvorteil

Auch Günter Rübig, Eigentümer der oberösterreichischen Rübig Gruppe und TETAN-Mentor, zeigt sich begeistert: „Ein innovatives Konzept, verwirklicht in einer modernen Produktionsmaschine. Meiner Beurteilung nach erfüllt diese Richtmaschine die aktuellen Marktbedürfnisse hervorragend. Der energieeffiziente Prozess, der schnelle Dimensionswechsel und die breite Produktionsvielfalt sind Pluspunkte für moderne Produktionsbetriebe. Den entscheidenden Wettbewerbsvorteil sehe ich darin, dass bis auf die Klemmstellen berührungsfrei gerichtet wird.“

Unterstützt wird TETAN seit seiner Gründung von Business Upper Austria, TIM und tech2b. Gemeinsam lukrierte man Fördermittel von Land und Bund und knüpfte gute Kontakte in die Wirtschaft. So gibt es bereits enge Partnerschaften mit Unternehmen aus Oberösterreich und der Steiermark. „Mit dem weltweiten Potenzial der Ideen von TETAN werden noch zahlreiche neue Arbeitsplätze entstehen“, ist Projekt-Betreuer Roland Nöbauer von Business Upper Austria überzeugt.


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