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GMUNDEN. Die Arbeitslosenquote im Bezirk ist mit 4,3 Prozent um ein halbes Prozent niedriger als in OÖ und liegt um 3,1 Prozent unter dem Österreich-Wert. Für Arbeitsuchende ist die Situation erfreulich, in manchen Branchen fehlen jedoch bereits Arbeitskräfte.

Leopold Tremmel (r., Leiter AMS Gmunden) und Peter Plank (Leiter Unternehmerservice AMS Gmunden, l.) mit Mitarbeitern der „Überregionalen Vermittlung“ Foto: AMS

„Die Betriebe suchen aktuell für ihre möglichen Aufträge mehr Personal, als Arbeitskräfte für unsere Region überhaupt zur Verfügung stehen. Wir können in der jetzigen Situation auf alternative Besetzungsmöglichkeiten hinweisen und hartnäckig dem Trend durch Information, Beratung und Förderung entgegenwirken“, erklärt Leopold Tremmel, Leiter des AMS Gmunden.

Im Salzkammergut zeige sich der Fachkräftemangel verstärkt im Gast- und Hotelleriegewerbe. Hier setzt man nun auch auf Arbeitskräfte aus anderen Bundesländern. Erst kürzlich besuchten Vertreter des österreichweiten Fachzentrums „Vermittlung überregional“ unter anderem Hotels der Familie Gröller in Traunkirchen und das Hotel Dachsteinkönig in Gosau.

Digitalisierung prägt das Berufsleben

Ein Faktor, der die Arbeitswelt rasant verändert, ist die Digitalisierung. Hier steht im AMS Gmunden die bedarfsgerechte Einzelqualifizierung im Fokus, denn „jeder Betrieb braucht etwas anderes“, erklärt Tremmel. Auch in Berufen wie Schlosser oder Tischler steigen, etwa durch CAD, die digitalen Anforderungen. Für den Bereich der Metallverarbeitung habe man gemeinsam mit dem AMS Vöcklabruck ein eigenes Ausbildungszentrum in Attnang-Puchheim geschaffen, da hier die Nachfrage besonders groß sei, so Tremmel. Die wichtigste Maßnahme gegen den Facharbeitermangel sieht er jedoch in der verstärkten Beratung der Jugendlichen, etwa im Rahmen der AMS Lehrlingsmesse: „Eine Lehre ist ein sehr guter Einstieg ins Berufsleben.“


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