Bad Ischl beschließt Ankauf des Lehártheaters
BAD ISCHL. Mit den Stimmen von SPÖ, Grünen und FPÖ hat der Bad Ischler Gemeinderat in einer eigens einberufenen Sondersitzung den Ankauf des Lehártheaters beschlossen.

Bürgermeisterin und Kulturstadträtin Ines Schiller bedankt sich bei allen Fraktionen, die zugestimmt haben. Damit stehen die Chancen gut, der Kultur in Bad Ischl weiterhin eine Bühne zu bieten, und das Kino zu erhalten. Eine Bespielung des Hauses im Jahr der Kulturhauptstadt 2024 ist nach wie vor realistisch.
„Der Ankauf des Lehártheaters ist der erste wichtige Schritt, um es mit Unterstützung von Land und Bund zu renovieren und den Bad Ischlern zurückzugeben“, so Stadtchefin Ines Schiller in einer ersten Reaktion.
Bad Ischls Bürgermeisterin zeigt sich allerdings verwundert darüber, dass der Kauf nicht einstimmig beschlossen wurde. „Gerade im Hinblick auf die notwendigen Subventionen für die Renovierung wäre die Einstimmigkeit ein wichtiges Zeichen gewesen.“ Gleichzeitig betont Schiller die Bedeutung des Hauses als Auftrittsort für die Bad Ischler Vereine, lokale Kulturschaffende und vor allem für die Jugend.
Kein finanzielles Risiko für die Stadt
Die Übernahme des Lehártheaters in das Eigentum der Stadt macht den Weg frei, das vorliegende und mit dem Denkmalamt akkordierte Konzept umzusetzen und Förderanträge zu stellen. Darin ist auch der Neubau des sogenannten Hettegger-Zubaues enthalten, wo ein offener gastronomischer Ort der Begegnung für Jung und Alt entstehen soll. Nach zahlreichen Vorgesprächen mit dem Land OÖ zeigt sich Bürgermeisterin Schiller zuversichtlich, dass Bad Ischl die entsprechende finanzielle Unterstützung und Förderungen erhalten können wird. Dennoch habe man, stellt Schiller fest, eine Notbremse eingebaut. „Die Gemeinde hat die Möglichkeit, den Kauf rückabzuwickeln, wenn Land und Bund unerwartet keine ausreichenden finanziellen Mittel zur Verfügung stellen. Damit sinkt das Risiko für die Stadt gegen null.“


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