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Vollbeschäftigung im Bezirk: niedrigste Arbeitslosenquote seit EU-Beitritt

Daniela Toth, 12.05.2022 14:52

GMUNDEN. Die Arbeitslosenquote im Bezirk Gmunden liegt aktuell bei 2,8 Prozent. Viele Unternehmen suchen Mitarbeiter. AMS-Leiter Leopold Tremmel verweist auf Angebote und Fördermöglichkeiten. Zudem wurde bereits über 60 mal eine Beschäftigungsbewilligung für Menschen aus der Ukraine ausgestellt.

AMS-Leiter Leopold Tremmel (Foto: AMS)
AMS-Leiter Leopold Tremmel (Foto: AMS)

Das Thema des Fachkräfte- oder Arbeitskräftemangels in mittlerweile allen Branchen und Sparten spitzt sich immer weiter zu. Von Jahresbeginn bis 30.04. wurden ca. 2.550 Personen in Beschäftigung und Schulung gebracht.  

4.600 offene Stellen

„Der Arbeitsmarkt ist als dynamisch zu bezeichnen. Seit Jahreswechsel haben sich rund 2.400 Personen arbeitslos gemeldet. Mit ca. 4.600 gemeldeten offenen Stellen ist eine große Bewegung wahrnehmbar.“ berichtet Leopold Tremmel, Geschäftsstellenleiter des AMS Gmunden.

Kinderbetreuungspflichten und Ähnliches schränken Vermittelbarkeit ein

„Aus dem derzeitigen vorgemerkten Arbeitskräftepotenzial sind natürlich auch Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, Ältere sowie Frauen mit Kinderbetreuungspflichten, welche „nur“ eingeschränkt verfügbar sind, bei uns  gemeldet.“ erörtert Tremmel die momentane Lage am Arbeitsmarkt.

Fördermöglichkeiten wie Kinderbetreuungsbeihilfe oder Arbeitserprobung

„Hierzu möchten wir explizit auf die verschiedenen Fördermöglichkeiten zum Beispiel die Eingliederungsbeihilfe, Kinderbetreuungsbeihilfe aber auch die Arbeitserprobung hinweisen. Es besteht dabei die Möglichkeit, dass sich ein Betrieb beim AMS vorgemerkte Personen für maximal 5 Tage in den Betrieb einladen kann um die fachliche Eignung festzustellen. Dabei wird die Unfallversicherung seitens des AMS übernommen.“ so Tremmel weiter.

Nachfrage weiter hoch

Die Nachfrage nach Arbeitskräften legt immer weiter zu. Ende April zeigt die Arbeitslosenquote mit aktuell 2,8 Prozent eine hohe Nachfrage nach Arbeitskräften sowie eine gute Auftragslage trotz der Unsicherheiten, die durch den Krieg in der Ukraine, die Preissteigerungen bzw. die Lieferschwierigkeiten etc. gegeben sind.

Die ersten Erfahrungen mit geflüchteten Menschen aus der Ukraine zeigen von einer hohen Bereitschaft für Deutschkurse und für eine Arbeitsaufnahme – eine für die Arbeitsaufnahme notwendige Beschäftigungsbewilligung wurde bereits über 60 mal ausgestellt.


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