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Arbeitsmarkt im Bezirk Gmunden zum Jahresende stabil

Mag. Lisa-Maria Laserer, 02.01.2026 13:06

GMUNDEN. Der Arbeitsmarkt im Bezirk Gmunden zeigte sich zum Ende des Jahres 2025 insgesamt stabil, blieb jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau herausfordernd. Mit 2.145 arbeitslos vorgemerkten Personen lag der Bestand um 18 Personen beziehungsweise 0,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Entwicklung war von saisonalen Effekten zum Jahresende geprägt und bestätigte eine Seitwärtsbewegung, wie sie bereits im November zu beobachten war.

Ilse Hankowetz, Geschäftsstellenleiterin des AMS Gmunden. (Foto: AMS Gmunden/Ilse Hankowetz)
Ilse Hankowetz, Geschäftsstellenleiterin des AMS Gmunden. (Foto: AMS Gmunden/Ilse Hankowetz)

Während die Arbeitslosigkeit bei Männern deutlich zurückging, nahm sie bei Frauen zu. Insgesamt waren 831 Frauen und 1.314 Männer arbeitslos gemeldet. Bei den Männern verringerte sich die Zahl um 57 Personen beziehungsweise 4,2 Prozent, bei den Frauen stieg sie um 39 Personen beziehungsweise 4,9 Prozent an.

Nach Altersgruppen zeigte sich ein differenziertes Bild. Rückgänge wurden insbesondere bei Jugendlichen bis 19 Jahre sowie in der Altersgruppe der 25- bis 39-Jährigen verzeichnet. Zuwächse gab es hingegen bei Personen über 60 Jahre mit plus 17,4 Prozent sowie in der Gruppe der 40- bis 49-Jährigen. Diese Entwicklung unterstreicht die angespannte Situation älterer Arbeitsuchender im Bezirk.

Langzeitbeschäftigungslosigkeit weiter steigend

Besonders herausfordernd blieb die Situation der langzeitbeschäftigungslosen Personen. Die Zahl jener mit einer Vormerkdauer von über sechs Monaten stieg um 16,5 Prozent. Bei Vormerkdauern von über zwölf Monaten betrug der Zuwachs 48 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt zeigt sich zum Jahresende robust, gleichzeitig sehen wir aber klar, dass sich Problemlagen verfestigen“, erklärt Ilse Hankowetz, Leiterin des Arbeitsmarktservice Gmunden. „Vor allem die steigende Zahl von Personen mit längerer Vormerkdauer verlangt gezielte und nachhaltige Unterstützung.“

Weniger offene Stellen, Bewegung am Lehrstellenmarkt

Die Zahl der beim Arbeitsmarktservice Gmunden gemeldeten offenen Stellen lag im Dezember bei 1.167 und damit um 242 Stellen beziehungsweise 17,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Rückgänge zeigten sich in fast allen Berufsobergruppen, besonders im Handel, in technischen Berufen sowie im Bauwesen.

„Viele Betriebe agieren angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten zurückhaltend. Umso wichtiger ist es, Arbeitsuchende gezielt auf jene Qualifikationen vorzubereiten, die auch in schwierigen Zeiten nachgefragt werden“, so Hankowetz.

Positiv entwickelte sich der Lehrstellenmarkt. Die Zahl der Lehrstellensuchenden stieg auf 164 Personen, ein Plus von 16,3 Prozent. Gleichzeitig nahm das Angebot an offenen Lehrstellen leicht auf 424 zu, was einem Anstieg von 1,7 Prozent entspricht. Damit bestehen weiterhin gute Chancen für Jugendliche, insbesondere bei entsprechender Qualifikation und Mobilität.

Die Dynamik am Arbeitsmarkt zeigte zum Jahresende eine leichte Entspannung. Im Dezember wurden 801 Personen neu arbeitslos gemeldet, um 17,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig beendeten 575 Personen ihre Arbeitslosigkeit, ein Plus von 9,9 Prozent. Davon nahmen 306 Personen eine neue Beschäftigung auf, was einem Anstieg von 2 Prozent entspricht.

Das Arbeitsmarktservice Gmunden setzt angesichts der strukturellen Herausforderungen auch im Jahr 2026 auf gezielte Qualifizierung, individuelle Beratung und eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben.


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