Joseph Haydns „Türkenoper“ als Höhepunkt der Jubiläumssaison
GREIN. Seit 25 Jahren verbinden die Donaufestwochen im Strudengau alte Musik mit zeitgenössischen Ausdrucksformen an historischen Orten. Heuer werden sie vom 26. Juli bis zum 15. August veranstaltet.

„Herzstück im Jubiläumsjahr wird ein Opern-Highlight von Haydn sein“, verrät Intendantin Michi Gaigg. Mit „L“Incontro Improvviso“ (Die unverhoffte Begegnung) gelangt ein kaum bekanntes, humorvolles Bühnenwerk – eine sogenannte „Türkenoper“ – zur Aufführung. “Es ist eine spannende Kriminalgeschichte, in der eine persische Prinzessin entführt wird“, ergänzt Regisseurin Manuela Kloibmüller.
Übertitelung der Opernaufführung
Um das Gesamtkunstwerk Oper optimaler vermitteln zu können, wird es eine Übertitelung geben. „Wie wir im Vorjahr bei der Videoübertragung von Atalanta gesehen haben, schätzen das die Besucher sehr“, sagt Walter Edtbauer, Präsident Kulturforum Donauland-Strudengau. Er hofft auf Unterstützung des Landeshauptmannes bei der Finanzierung der Kosten in Höhe von 6.500 Euro. Hörenswert wird aber auch der Beginn dieses Festes mit einer Rede der Anton-Wildgans-Literaturpreisträgerin Margit Schreiner und einem Konzert des böhmischen Collegium Marianum am Abend des 26. Juli.
Kontrapunkte aus der Gegenwart
Seit 25 Jahren verbinden die Donaufestwochen im Strudengau alte Musik mit zeitgenössischen Ausdrucksformen an historischen Orten. „Ich kenne keine faszinierenderen Spielorte wie die im Strudengau“, sagt Intendantin Michi Gaigg begeistert. Eigene Visionen von der Kunst der Fuge werden von der Austrian Art Gang in der Stiftskirche Ardagger zu Gehör gebracht. Weitere zeitgenössische Aufführungen folgen am Vierkanthof Hauer und im Strindbergmuseum Saxen.
Faszinierende Spielorte
Geplant ist in der barocken Stiftskirche Waldhausen die Aufführung von Felix Mendelssohn Bartholdys „Elias“. Gaigg: „Das Oratorium ist für mich vielleicht der Aufhänger zum 25-jährigen Jubiläum.“ Faszinierende A-capella-Musik mit Kontrapunkten der Orgel wird in der Pfarrkirche Bad Kreuzen zu hören sein. In der Stiftskirche Baumgartenberg gibt es süße Erinnerungen an Canzonen, Sonaten und Tänze des 16. und 17. Jahrhunderts und Anfang August wird die Geigerin Annegret Siedel in der Filialkirche Altenburg zu hören sein.
Solo-Tanzperformance und Inklusionsveranstaltung
Das Stadttheater Grein wird erstmals auch zur Bühne zeitgenössischen Tanzes mit einer Performance von Dagmar Dachauer und am selben Ort werden auch Klaviertrios von Joseph Haydn aufgeführt. Im Stadtkino Grein wird als Inklusionsveranstaltung eine Lesung von drei Preisträgern des Literaturpreises Ohrenschmaus stattfinden. Zum Ausklang der Donaufestwochen heißt es in der Gießenbachmühle in St. Nikola „Come Away, Come, Sweet Love“. Der Salzburger Bariton Rafael Fingerlos und Alexander Swete (Gitarre) bringen Liebes- und Volkslieder durch die Jahrhunderte zu Gehör.
Ausstellung und Workshop
Eine Ausstellung im Stadttheater zum Thema „Türkenoper“ (Ausstellungseröffnung bereits am 10. Mai), ein Opernworkshop für Kinder und Jugendliche (acht bis 15 Jahre) und ergänzend eine Kunstinstallation am Rechberger Großdöllnerhof von Willibald Katteneder werden die weiteren Programmpunkte sein.
Weiterführende Informationen sind auf www.donau-festwochen.at zu finden.


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