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GRESTEN. Seit zehn Jahren setzen Katharina Rana und ihr Mann Bhupendra Hilfsprojekte in Nepal um. Am 9. Februar berichten die beiden über die Projekte und zeigen in einem Diavortrag eindrucksvolle Bilder ihrer Trekkingtour durch die Annapurna Region. 

Katharina Rana und Urmila Chaudhary in ihren Nationaltrachten. Foto: Sanchita Kumari Rana
Katharina Rana und Urmila Chaudhary in ihren Nationaltrachten. Foto: Sanchita Kumari Rana

Im November kam Katharina Rana von ihrem letzten Aufenthalt in Nepal zurück. Dabei besuchte sie unter anderem das Krankenhaus in Surkhet, welches ihr Verein „Österreich hilft Nepal“ mit OP-Tisch, Lampe und Autoclav mit einer Spende von 10.000 Euro ausgestattet hat. Dort werden Frauen mit schweren vaginalen Verletzungen nach Geburten operiert. Dieses Projekt, an dessen Finanzierung sich mehrere europäische Hilfsorganisationen beteiligten, konnte nun fertiggestellt werden.

Gyn Camp unterstützt

„75 Prozent unserer Spendengelder setzen wir selbst um, und mit rund 25 Prozent unterstützen wir andere Hilfsprojekte. Gyn Camp haben wir nur unterstützt, weil ich wusste, dass das Spendengeld in guten Händen ist. Eine Freundin, die bereits 18 Jahre in Nepal lebt, arbeitet dort vor Ort als Diplomierte Krankenpflegerin. Das Problem ist, dass viele Frauen vor der Entbindung tagelang in den Wehen liegen. Das kann zu schwerwiegenden inneren Verletzungen führen. Vor fünf Jahren unterstützten wir bereits ein Gyn Camp. Dieses fand in einer Schule statt. Per Radio wurden die Frauen, die infolge einer Geburt vaginale Verletzungen erlitten haben, über die Möglichkeit einer Operation informiert.

Da für die Eingriffe kein Krankenhaus zur Verfügung stand, wurden diese in den Räumlichkeiten einer Schule durchgeführt. Dies wurde auch von Ärzte ohne Grenzen unterstützt“, erzählt Katharina Rana und merkt an: „Wir unterstützen auch Urmilla Chaudary. Sie wurde als 7-Jährige verkauft und versklavt. Trotz ihres Schicksals erkämpfte sie sich eine Ausbildung. Jetzt rettet sie Mädchen aus der Sklaverei und betreut derzeit 100 Mädchen.“

Die Witwenschneiderei

„Ein weiteres von uns umgesetztes Projekt war die Witwenschneiderei. In Nepal gehen Frauen selten einer Arbeit nach, da der Mann die Familie ernährt. Eine Witwe steht in diesem Fall ganz alleine da, die Frauen sind arm, denn es gibt keine Witwenpension oder finanzielle Unterstützung. Im Zuge der Witwenschneiderei wurden fünf betroffene Frauen zu Schneiderinnen ausgebildet. Vier davon gehen diesem Beruf noch nach, eine von ihnen gründete eine eigene Schneiderei, in der sie nun selbst Frauen ausbildet. Die Geschichte bewegte mich sehr, da diese Frau ihre Kinder in ein Waisenhaus gab, weil sie finanziell nicht mehr in der Lage war sie zu ernähren. Besuchen konnte sie ihre Kinder auch nicht, da die Busfahrt umgerechnet zehn Euro kostete, was sie sich nicht leisten konnte. Durch die Schneiderei verdient die Frau und konnte sich ihre Kinder zurück nach Hause holen. Unser Verein unterstützt sie mit Maschinen und Trainings für andere Witwen“, erzählt Katharina Rana. Gemeinsam mit ihrem Mann war sie in den vergangenen zehn Jahren sechsmal in Nepal.

Diavortrag in Kulturschmiede

Im Zuge ihres vergangenen Aufenthaltes tourte Katharina Rana durch die Annapurna Region. Während der 17-tägigen Trekkingtour umrundete sie auch den Sidetrek Ice Lake und den Side Trek Tilicho Lake. Bilder dazu werden am 9. Februar in der Grestner Kulturschmiede gezeigt. Darüber hinaus wird über die Hilfsprojekte berichtet.

Samstag, 9. Feburar 19.30 Uhr

Kulturschmiede Gresten

Eintritt: freiwillige Spende


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