Sicherheit muss gesteigert werden
GRIESKIRCHEN/OÖ. 2014 verunglückten laut der Verkehrsabteilung des Landes OÖ 609 Fußgänger im Straßenverkehr, davon waren 105 Personen Schüler im Alter zwischen sechs und 15 Jahren. Um die Sichtbarkeit der Kinder im Straßenverkehr zu erhöhen, verteilte der OÖ Zivilschutzverband im Herbst wieder 17.000 Warnwesten an Oberösterreichs Schulanfänger. Eine Überprüfung der Tragehäufigkeit fiel mit 47 Prozent jetzt ernüchternd aus.

„Nicht einmal die Hälfte der Schulanfänger trug bei der Überprüfung eine Warnweste, diese niedrige Zahl und die zahlreichen Unfälle im vergangenen Jahr zeigen, wie wichtig es ist, weiterhin einen Schwerpunkt beim Thema Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu setzen“, betont OÖ Zivilschutz-Präsident NR Michael Hammer: „Viele Schüler und Lehrer erklären bei der Nachhaltigkeitsüberprüfung, dass die Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden und deswegen die Warnweste nicht anhaben. Wir appellieren an die Erziehungsberechtigten, den Schülern dennoch die Weste anzuziehen, um sie für das Thema zu sensibilisieren. Außerdem ist es unser Ziel, dass die Warnweste nicht nur am Schulweg, sondern auch in der Freizeit getragen wird – schließlich geht es um die Sicherheit des eigenen Kindes. Eines ist klar: 47 Prozent Tragehäufigkeit sind viel zu wenig. Jeder Unfall ist einer zu viel.“ Im Bezirk Grieskirchen wurde nur eine Tragehäufigkeit von knapp 36 Prozent erreicht.
Die Nachhaltigkeitsüberprüfung wird jährlich stichprobenartig in den Wintermonaten durchgeführt. Um den Kindern die Wichtigkeit der Warnweste nahezubringen, wird ein Foto von den Schülern im abgedunkelten Raum ohne Blitz gemacht. Danach ein Foto mit Blitz, denn darauf sind die reflektierenden Streifen der Westen sehr gut zu erkennen. Dies veranschaulicht, wie gut ein Autofahrer die Kinder mit der Warnweste im Dunkeln sieht.
Gerade in den nebeligen Herbst- und Wintermonaten ist die Warnweste besonders wichtig. „Mit der Warnweste erhöht sich die Sichtbarkeit von 30 auf 150 Meter“, sagt Zivilschutz-Vizepräsident Landtagsabgeordneter Hermann Krenn.


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