Gaspoltshofen: Unterschriftenaktion gegen Schwerverkehr gestartet

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Schwerverkehr belastet die Gaspoltshofener Bevölkerung (Foto: oberoesterreichische nachrichten/volker weihbold)
Schwerverkehr belastet die Gaspoltshofener Bevölkerung (Foto: oberoesterreichische nachrichten/volker weihbold)
Lisa Hackl Lisa Hackl, Tips Redaktion, 27.07.2021 18:00 Uhr

GASPOLTSHOFEN. Die Belastung durch den Schwerverkehr wird in Gaspoltshofen zum Wahlkampfthema. Die SPÖ startet eine Petition und will weniger Lkws durch das Nadelöhr im Ortskern fahren lassen.

Vor allem die Lastwagen eines Transportunternehmens habe man im Gaspoltshofener Ortskern gezählt, so SPÖ-Bürgemeisterkandidat Andreas Ehrenleitner. Er vermutet, dass die Fahrer Maut sparen wollen und deshalb aus dem Bezirk Wels Land durch Gaspoltshofen nach Meggenhofen fahren, um erst dort auf die Autobahn aufzufahren. Auch eine Kontrollstelle auf der A8 auf der Höhe von Kematen könnte der Auslöser für die vielen Lkws sein, die versuchen, der Autobahn auszuweichen, nimmt Ehrenleitner an. Für die Anrainer sei besonders anstrengend, dass die Fahrzeuge oft im Konvoi unterwegs sind. Nicht nur die Lärmbelästigung sei enorm, auch die Straßen der Gemeinde würde durch den Verkehr mehr und mehr verstauben – und die Gefährdung von Kindern und Anrainern steigt, bemängelt die SPÖ-Fraktion. Bei einer Zählung habe man innerhalb von zwölf Stunden 200 Lastwagen gezählt, die durch den Ortskern rollen. Beschwerdebriefe hätten bis jetzt keine Änderung gebracht, die SPÖ will daher verstärkte Kontrollen der Polizei. Nur Quell- und Zielverkehr dürfe durch den Ort fahren, die Kontrollen müssten daher strikter werden, um Mautflüchtlinge zu verhindern.

Ruf nach Umfahrung wird lauter

Die Grünen-Fraktion will ebenfalls Maßnahmen gegen den Schwerverkehr, der durch den Gaspoltshofener Ortskern rollt, treffen. Der Durchzugsverkehr solle um ein Drittel reduziert werden, um die Bewohner der Gemeinde zu entlasten. Neben verstärkten Kontrollen wünscht sich der grüne Bürgermeister-Kandidat Fritz Söllinger einen Beginn der Planung der Umfahrung Gaspoltshofen. Zuletzt war für diese eine Tunnel-Variante angedacht.

Bürgermeister führt Gespräche

„Der Verkehr hat zugenommen, das stimmt“, bestätigt FPÖ-Bürgermeister Wolfgang Klinger. Er habe bereits mit dem Geschäftsführer des betroffenen Unternehmens Gespräche geführt, dieser habe ihm versprochen, seine Fahrer anzuweisen, gleich auf die Autobahn aufzufahren. Die Sperre einer nahe gelegenen Bundesstraße habe den Verkehr durch den Gaspoltshofener Ortskern zusätzlich erhöht, nach Freigabe der Straße sollte sich die Lage aber wieder beruhigen, so der Bürgermeister.

„Unerträgliche Situation“

Auch Johannes Höftberger, Bürgermeisterkandidat der Gaspoltshofener ÖVP spricht von einer „unerträglichen Situation“ in der Gemeinde. „Teilweise fahren Anrainer ihre Kinder zur Schule, weil sie sie nicht über die Straße gehen lassen wollen“, erklärt er. Er kann sich vorstellen, als Lösung eine Ampel vor dem Ort zu installieren, um das Verkehrsaufkommen zu regulieren. Auch ein Tempolimit von 30 Kilometer pro Stunde oder das Erlassen der Autobahnmaut will Höftberger andenken. Wichtig sei die Zusammenarbeit aller Fraktionen. Polizei kontrolliert Kontrollen werden auf dem Streckenabschnitt seit langer Zeit durchgeführt, heißt es aus der Polizeidirektion Grieskirchen. Rechtliche Handhabe sei allerdings schwierig, da die Paragraphen zum Ziel- und Quellverkehr den Unternehmen großen Handlungsspielraum lassen. „Es handelt sich dabei um keine Verwaltungsübertretungen, die Fahrer dürfen auf der Straße unterwegs sein“, so Bezirkspolizeiinspektor Gerhard Groißhammer.

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