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TOLLET. Wenn es Geschichten über seltene Zufälle gibt, dann kann man auch im Kulturama Schloss Tollet eine davon schreiben.

Ernst Martinek, Ruth Hutterer, Ernt Hutterer und Josef Zeiger. (Foto: Kulturama)
Ernst Martinek, Ruth Hutterer, Ernt Hutterer und Josef Zeiger. (Foto: Kulturama)

Die neue Ausstellung „Johannes Kepler und seine Zeit“ steht im Kulturama Schloss Tollet vor der Tür. Für eine Sonderanfertigung – ein verkleinertes Modell der Grieskirchner Kepler-Sonnenuhr – führte der Weg für Kulturama-Obmann Ernst Martinek zum Holzheizsystem-Unternehmen Fröling. Seit vielen Jahren unterstützt die Firma das Museum bei kulturellen Aktivitäten.

Zuständig ist Josef Zeiger

Zur Umsetzung der Sonderanfertigung im Museum wurde technische Assistenz benötigt, Martinek deponierte sein Anliegen in der Firma, da die verantwortliche Person gerade nicht anwesend war. Beim Verlassen der Halle las Martinek auf einem Karton den Namen Josef Zeiger. Am nächsten Tag erreichte Martinek der versprochene Anruf wegen des Sonnenuhrmodells – von jenem Josef Zeiger, dessen Name auf dem Karton ersichtlich war. Die Details sind rasch geklärt, der „Firmamentbogen“ und zwei massive Sockel konnten in Produktion gehen. „Meine Überlegungen kreisten inzwischen nicht mehr ausschließlich um den stählernen Bogen. Da war doch noch etwas. Mitte der 1990er-Jahre lebte die Familie Manfred und Maria Zeiger mit drei Töchtern in Schloss Tollet. Und just als der neugeborene Stammhalter Josef ins Schloss einzog, ging bei sehr niedrigen Außentemperaturen die Heizung zu Bruch“, erinnert sich Martinek. Fröling spendete damals einen funktionstüchtigen Kessel – der neue Erdenbürger war gerettet.

Zurück zu den Wurzeln

Josef Zeiger lieferte also das Objekt für die Ausstellung in jene Räume, in denen er die ersten Lebensjahre verbracht hatte, ohne eine Ahnung davon zu haben. Sein Großvater Josef Zeiger war 1968 der Vereins- und Museumsgründer. „Das Leben kann so wunderbare kleine Geschichten schreiben“, freut sich Martinek.


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