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BEZIRK GRIESKIRCHEN. Fast 5.800 Feuerwehr-Mitglieder sorgen im Bezirk Grieskirchen für die Sicherheit der Bevölkerung. Zwischen sechs und sieben Mal am Tag rückt eine oder mehrere der 67 Feuerwehren im Bezirk zu einem Einsatz aus. Seit Herbst rücken im Ernstfall auch zehn Höhenretter aus.

  1 / 5   Das Höhenretterteam in Gallspach hat gezeigt wie eine Höhenrettung funktioniert. (Foto: GePaltinger)

Die Feuerwehr des Bezirk Grieskirchen hat ihre Bilanz über das vergangene Einsatzjahr gezogen. Demnach sind 8,7 Prozent der Einwohner des Bezirkes Grieskirchen bei einer der 67 Feuerwehren und setzen sich ehrenamtlich für die Sicherheit der Menschen ein.

Von den 5.787 Mitgliedern sind 3.956 im Aktivstand. Dass es hier einen leichten Rückgang (minus 70) gibt, führt Bezirksfeuerwehrkommandant Herbert Ablinger darauf zurück, dass geburtenstarke Jahrgänge in Pension gehen. Dementsprechend nimmt die Zahl der Reservisten (über 65-jährige Feuerwehr-Mitglieder) zu (plus 26 auf 1.087).

Einen starken Zuwachs gibt es weiterhin bei der Jugend, ein plus von 53 (plus 31 2022) auf 744 Jugendfeuerwehr-Mitglieder im ganzen Bezirk. 560 Damen und Mädchen sind im Bezirk bei der Feuerwehr aktiv.

Über 2.400 Einsätze abgewickelt

Diese Mannschaftsstärke der Feuerwehr ist auch notwendig um die Einsätze bewältigen zu können. Bei 440 Bränden und 1.992 Technischen Einsätzen im Jahr 2023 mussten die Feuerwehrmitglieder Menschen- und Tierleben retten und weitere Sachschäden vermeiden. Über 35.300 Stunden standen sie gesamt im Bezirk im Einsatz.

Der Großbrand einer Tischlerei in Taufkirchen im Juni, der Brand einer Gartenhütte in Haag im Mai, ein LKW-Brand auf der A8 im Dezember oder Überflutungen nach Starkregen im Juni sind nur einige Beispiel für Großeinsätze die es zu bewältigen galt.

Einsatz ist nur Spitze des Eisbergs

Die Stunden im Einsatz sind bei der Feuerwehr aber nur die Spitze des Eisberges. Der weitaus größere Teil der Stunden wird für Schulungen und Übungen, Arbeiten zur Instandhaltung der Ausrüstung, Verwaltungsaufgaben, die Jugendarbeit, Veranstaltungen oder die Brauchtums- und Kameradschaftspflege aufgewendet. So kommen bezirksweit über 620.000 Arbeitsstunden bei der Feuerwehr zusammen - und das ehrenamtlich. Das würde einem Betrieb mit 359 Vollzeitarbeitskräften entsprechen, hat der Bezirkskommandant ausgerechnet.

Legt man die Zahlen auf die einzelnen Feuerwehrmitglieder um, so hat jedes Mitglied durchschnittlich 107 Stunden im Jahr ehrenamtlich für das System Feuerwehr geleistet.

Technische Errungenschaften 2023

Einige Errungenschaften gab es 2023 in der Technischen Ausstattung. So konnte das bestehende Stützpunktfahrzeug des Landes-Katastrophenschutzes in Wallern um einen Abrollbehälter (AB-Mulde) ergänzt werden. Diese Mulde ist zum Transport von verschiedenen Waren, als Wasserspeicher und als Quarantänemöglichkeit für E-Fahrzeuge einsetzbar. Bei Batteriebränden kann das Fahrzeug in den Behälter geschoben und dieser dann mit Wasser geflutet werden.

Bei der Feuerwehr Gallspach hat man im Vorjahr außerdem einen Höhenretterstützpunkt für den Bezirk eingerichtet. Zehn Kameraden haben dazu auch eine entsprechende Ausbildung (mit 700 Ausbildungsstunden) absolviert. Die Männer werden seit dem Herbst dann gerufen, wenn es gilt Menschen von einem Kran, einem Kirchturm, einem Silo, hohen Bäumen oder auch aus Schächten oder Brunnen zu retten.

Großes Jugendlager

Besonders aufregend für die Jugend war 2023 das Bezirksjugendlager mit rund 600 Teilnehmern. Untergebracht waren sie in 70 Zelten. Der Feuerwehr-Nachwuchs hat nicht nur drei aufregende und lehrreiche Tage in Gaspoltshofen verbracht, sondern hatte auch ein tolles Gruppenerlebnis.

Überhaupt sei die Gemeinschaft und Kameradschaft ein Hauptgrund für die Motivation und ein wesentlicher Faktor, warum das System Feuerwehr mit den ausschließlich ehrenamtlichen Einsatzkräften funktioniere, wird von Landesfeuerwehrkommandant Robert Mayer betont.

Der oberste Feuerwehrmann des Landes wies aber auch auf die ständig steigende Komplexität der Einsätze hin, die eine stetige Weiterbildung der Mitglieder erfordere.

Großereignis 2024

Mit Tatkraft blickt die Feuerwehr auf das Jahr 2024, wo der Landesfeuerwehrbewerb stattfinden wird, und zwar in Peuerbach und Steegen von 5. bis 6. Juli. Acht Feuerwehren werden dabei zusammenarbeiten. 1.200 Aktiv- und 600 Jugendgruppen werden zu diesem Mega-Event erwartet, immerhin die zweitgrößte Sportveranstaltung des Landes nach dem Linz-Marathon.


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10.03.2024 22:07

DANKE

Danke geschätzte TIPS Redaktion für den tollen Feuerwehrbericht. Diese professionelle ehrenamtliche Einsatzorganisation verdient es ins öffentliche Licht gestellt zu werden.